Wahrscheinlichkeit: Normalverteilung und Stetige Zufallsvariablen: Unterschied zwischen den Versionen

[+/-]

Widgets

Widgets

Gewünschte Seiten
Wer ist online?
Aus Matura Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
 
(80 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
 
= Grundbegriffe für stetige Zufallsvariablen =
 
= Grundbegriffe für stetige Zufallsvariablen =
 
[[Datei:Dichtefkt.png|300px|miniatur|rechts]]
 
[[Datei:Dichtefkt.png|300px|miniatur|rechts]]
−
Nun beschäftigen wir uns mit Zufallsvariablen, die jeden Wert in einem bestimmten [[Zahlenmengen| reellen]] Intervall annehmen können, z.B. alle Werte zwischen 2.5 und 10. Dies sind sogenannte '''stetige Zufallsvariablen'''. Sie werden verwendet, um zum Beispiel Körpergrößen, Gewicht, Lebensdauer oder Wartedauer in einer Schlange zu beschreiben.
+
Nun beschäftigen wir uns mit Zufallsvariablen, die jeden Wert in einem bestimmten [[Zahlenmengen| reellen]] Intervall annehmen können, z. B. alle Werte zwischen $2.5$ und $10$. Dies sind sogenannte '''stetige Zufallsvariablen'''. Beispiele für stetige Zufallsvariablen sind die Körpergröße oder das Gewicht eines Menschen, die Lebensdauer eines Bauteils, die Wartedauer in einer Schlange usw.
−
 
+
<br>
−
 
+
<br>
−
 
+
<br>
−
<span style="background-color:yellow"> Achtung: Das Kapitel "1. Grundbegriffe für stetige Zufallsvariablen" ist nicht Matura-Stoff, erleichtert jedoch das Verständnis für Kapitel "2. Die Normalverteilung"</span>
+
<br>
−
Um direkt zur Normalverteilung zu gelangen, klicke auf <div class="testbutton-blue" style="width:19em; display:inline; padding:0.2em;"> {{#switchtablink:Normalverteilung|Normalverteilung}} </div>
+
<br>
 +
<br>
  
 
== Dichtefunktion ==
 
== Dichtefunktion ==
−
Anstelle der Wahrscheinlichkeitsfunktion P für [[Wahrscheinlichkeit: Binomialverteilung und diskrete Zufallsvariablen| diskrete Zufallsvariablen]], definiert man für stetige Zufallsvariablen die Dichtefunktion f.   
+
Anstelle der Wahrscheinlichkeitsfunktion $P$ für [[Wahrscheinlichkeit:_Diskrete_Zufallsvariablen_und_die_Binomialverteilung| diskrete Zufallsvariablen]], definiert man für stetige Zufallsvariablen die Dichtefunktion $f$.   
  
−
{{Vorlage:Definition|1=Die Dichtefunktion $f$ ist eine Funktion mit den Eigenschaften:
+
{{Vorlage:Definition|1=Die '''Dichtefunktion $f$''' ist eine Funktion mit den Eigenschaften:
−
* Die [[Funktionswerte]] von $f$ sind immer positiv:
+
* Die [[Funktionen#tab=Definition_einer_Funktion|Funktionswerte]] von $f$ sind immer positiv
 
$$f(x)\geq 0 $$  und
 
$$f(x)\geq 0 $$  und
−
* die Fläche unterhalb der Dichtefunktion ist 1  
+
* die Fläche unterhalb der Dichtefunktion ist $1$
 
$$\int_{-\infty}^{+\infty} f(x)\cdot dx=1$$ }}
 
$$\int_{-\infty}^{+\infty} f(x)\cdot dx=1$$ }}
  
−
Der Grund, warum man nicht die [[Wahrscheinlichkeit: Binomialverteilung und diskrete Zufallsvariablen| Wahrscheinlichkeitsfunktion $P$]] verwendet, liegt darin, dass stetige Zufallsvariablen unendlich viele (und überabzählbar viele) Werte haben und die Wahrscheinlichkeit, dass ein ganz bestimmter Wert gezogen wird, gleich 0 ist.
+
Der Grund, warum man nicht die [[Wahrscheinlichkeit:_Diskrete_Zufallsvariablen_und_die_Binomialverteilung#Wahrscheinlichkeits-_und_Verteilungsfunktion| Wahrscheinlichkeitsfunktion $P$]] verwendet, liegt darin, dass stetige Zufallsvariablen unendlich viele (überabzählbar viele) Werte haben und die Wahrscheinlichkeit, dass ein ganz bestimmter Wert auftritt, gleich $0$ ist (Begründung siehe unten).
−
 
+
<br>
 +
<br>
 
{| class="wikitable"
 
{| class="wikitable"
 
|-
 
|-
Zeile 25: Zeile 27:
 
| [[Datei:Dichtefkt 1.png|400px|miniatur|zentriert]] || [[Datei:Dichtefkt 2.png|400px|miniatur|zentriert]]
 
| [[Datei:Dichtefkt 1.png|400px|miniatur|zentriert]] || [[Datei:Dichtefkt 2.png|400px|miniatur|zentriert]]
 
|-
 
|-
−
| $$f(x)\geq 0$$ und $$\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\cdot dx=\int_{0}^{4} \frac{1}{4}=1$$|| $$f(x)\geq $$ und $$\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\cdot dx=\int_{0}^{2} \frac{1}{4}x\cdot dx + \int_{2}^{4} -\frac{1}{4}x\cdot dx=\frac{1}{2}+\frac{1}{2}=1$$
+
| $$f(x)\geq 0$$ und $$\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\cdot dx=\int_{0}^{4} \frac{1}{4}=1$$|| $$f(x)\geq 0 $$ und $$\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\cdot dx=\int_{0}^{2} \frac{1}{4}x\cdot dx + \int_{2}^{4} -\frac{1}{4}x\cdot dx=\frac{1}{2}+\frac{1}{2}=1$$
 
|}
 
|}
 +
<br>
 +
<br>
  
 
== Verteilungsfunktion ==
 
== Verteilungsfunktion ==
  
−
Mithilfe der Dichtefunktion definieren wir nun (ähnlich wie bei den [[Wahrscheinlichkeit:Binomialverteilung und diskrete Zufallsvariablen|diskreten Zufallsvariablen]]) die ...
+
Mithilfe der Dichtefunktion definieren wir nun (ähnlich wie bei den [[Wahrscheinlichkeit:_Diskrete_Zufallsvariablen_und_die_Binomialverteilung#Wahrscheinlichkeits-_und_Verteilungsfunktion|diskreten Zufallsvariablen]]) die ...
 
[[Datei:Verfkt2.png|miniatur|400px|Die Fläche kann als Wahrscheinlichkeit interpretiert werden: $$P(X\leq 2.5)=\int_{-\infty}^{2.5} f(x)\cdot dx=0.72$$  ]]
 
[[Datei:Verfkt2.png|miniatur|400px|Die Fläche kann als Wahrscheinlichkeit interpretiert werden: $$P(X\leq 2.5)=\int_{-\infty}^{2.5} f(x)\cdot dx=0.72$$  ]]
−
{{Vorlage:Definition|1=Verteilungsfunktion F  
+
{{Vorlage:Definition|1='''Verteilungsfunktion $F$'''
 
$$F(x)=P(X\leq x)= \int_{-\infty}^{x} f(t)\cdot dt$$
 
$$F(x)=P(X\leq x)= \int_{-\infty}^{x} f(t)\cdot dt$$
 
Sie gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass $X$ einen Wert $\leq x$ annimmt.  
 
Sie gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass $X$ einen Wert $\leq x$ annimmt.  
Zeile 38: Zeile 42:
  
  
−
 
+
'''Wichtig:''' Die Funktionswerte der Dichtefunktion $f(x)$ geben NICHT die Wahrscheinlichkeit $P(X=x)$ an. Bei stetigen Zufallsvariablen können wir nur die Wahrscheinlichkeit dafür angeben, dass die Zufallsvariable $X$ Werte in einem bestimmten Intervall annimmt.  
−
 
+
−
 
+
−
 
+
−
'''Wichtig:''' Die Funktionswerte der Dichtefunktion $f(x)$ geben NICHT die Wahrscheinlichkeit $P(X=x)$ an. Bei stetigen Zufallsvariablen können wir nur die Wahrscheinlichkeit dafür angeben, dass $X$ Werte in einem bestimmten Intervall annimmt.  
+
−
 
+
−
 
+
  
  
  
 
[[Datei:Verfkt2b.png|400px|miniatur|rechts|$$P(1\leq X\leq 2.5)=\int_{1}^{2.5} f(x)\cdot dx=0.65$$]]
 
[[Datei:Verfkt2b.png|400px|miniatur|rechts|$$P(1\leq X\leq 2.5)=\int_{1}^{2.5} f(x)\cdot dx=0.65$$]]
−
{{Vorlage:Merke|1= Die Wahrscheinlichkeit, dass die stetige ZV $X$ einen Wert im Intervall [a;b] annimmt, entspricht der Fläche unter der Dichtefunktion zwischen den Grenzen a und b:
+
{{Vorlage:Merke|1= Die '''Wahrscheinlichkeit''', dass die stetige Zufallsvariable $X$ einen Wert im Intervall $[a;b]$ annimmt, entspricht der '''Fläche unter der Dichtefunktion''' zwischen den Grenzen $a$ und $b$:
 
$$P(a\leq X\leq b)= \int_{a}^{b} f(x)\cdot dx = F(b)-F(a)$$
 
$$P(a\leq X\leq b)= \int_{a}^{b} f(x)\cdot dx = F(b)-F(a)$$
 
}}
 
}}
  
−
Hinweis:
+
'''Hinweis:'''
−
* Die Wahrscheinlichkeit, dass $X$ einen bestimmten Wert $a$ annimmt ist 0, da:
+
* Die Wahrscheinlichkeit, dass $X$ einen bestimmten Wert $a$ annimmt ist $0$, da:
 
$$P(a\leq X\leq a)= \int_{a}^{a} f(x)\cdot dx = F(a)-F(a)=0$$  
 
$$P(a\leq X\leq a)= \int_{a}^{a} f(x)\cdot dx = F(a)-F(a)=0$$  
−
* $P(X\leq a)=P(X<a)$  Begründung: $ P(X\leq a)=P(X<a)+P(X=a)$ und da $P(X=a)=0$ ist, folgt die Behauptung.
+
<br>
 +
* $P(X\leq a)=P(X<a)$   
 +
: '''Begründung:''' $ P(X\leq a)=P(X<a)+P(X=a)$ und da $P(X=a)=0$ ist, folgt die Behauptung.
 +
<br>
 
[[Datei:Verteilungsfkt gif.gif|400px|miniatur|rechts]]
 
[[Datei:Verteilungsfkt gif.gif|400px|miniatur|rechts]]
 
* $P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)$, wie aus der rechten Skizze leicht zu sehen ist.
 
* $P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)$, wie aus der rechten Skizze leicht zu sehen ist.
Zeile 66: Zeile 67:
 
<br>
 
<br>
 
<br>
 
<br>
−
 
+
<br>
 +
<br>
  
 
== Erwartungswert und Standardabweichung ==
 
== Erwartungswert und Standardabweichung ==
−
{{Vorlage:Definition|1= Für stetige ZV sind '''Erwartungswert''' $\mu$ und '''Standardabweichung''' $\sigma$ wie folgt definiert:
+
{{Vorlage:Definition|1= Für stetige Zufallsvariablen sind '''Erwartungswert''' $\mu$ und '''Standardabweichung''' $\sigma$ wie folgt definiert:
 
$$E(x)=\mu=\int_{-\infty}^{+\infty} x\cdot f(x)\cdot dx$$
 
$$E(x)=\mu=\int_{-\infty}^{+\infty} x\cdot f(x)\cdot dx$$
 
$$\sigma =\sqrt{\int_{-\infty}^{+\infty} (x-\mu)^2 f(x)\cdot dx}$$
 
$$\sigma =\sqrt{\int_{-\infty}^{+\infty} (x-\mu)^2 f(x)\cdot dx}$$
Zeile 92: Zeile 94:
 
!  !! 1. Dichtefunktion !! 2. Dichtefunktion
 
!  !! 1. Dichtefunktion !! 2. Dichtefunktion
 
|-
 
|-
−
|$\mu$
+
|'''$\mu$'''
 
|$$\mu=\int_{-\infty}^{\infty} x\cdot f(x)\cdot dx=\int_{0}^{4} \frac{1}{4}x=\frac{1}{4}\cdot \frac{x^2}{2}\vert _{0}^{4}=2$$
 
|$$\mu=\int_{-\infty}^{\infty} x\cdot f(x)\cdot dx=\int_{0}^{4} \frac{1}{4}x=\frac{1}{4}\cdot \frac{x^2}{2}\vert _{0}^{4}=2$$
 
$$\mu = 2$$  
 
$$\mu = 2$$  
Zeile 100: Zeile 102:
 
$$=\frac{2}{3}+\left[-\frac{16}{3}+8-(-\frac{2}{3}+2)\right]=2$$
 
$$=\frac{2}{3}+\left[-\frac{16}{3}+8-(-\frac{2}{3}+2)\right]=2$$
 
|-
 
|-
−
| $\sigma$
+
|'''$\sigma$'''
 
| $$\sigma=\sqrt{\int_{-\infty}^{\infty} (x-\mu )^2 \cdot f(x)\cdot dx}=$$
 
| $$\sigma=\sqrt{\int_{-\infty}^{\infty} (x-\mu )^2 \cdot f(x)\cdot dx}=$$
 
$$=\sqrt{\int_{0}^{4} \underbrace{(x-2)^2}_{x^2-4x+4}\cdot  \frac{1}{4}\cdot dx }=$$
 
$$=\sqrt{\int_{0}^{4} \underbrace{(x-2)^2}_{x^2-4x+4}\cdot  \frac{1}{4}\cdot dx }=$$
Zeile 110: Zeile 112:
 
$$\sigma=\frac{\sqrt{6}}{3}\approx 0.82$$
 
$$\sigma=\frac{\sqrt{6}}{3}\approx 0.82$$
 
|-
 
|-
−
| Graph
+
| '''Graph'''
−
| [[Datei:Dichtefkt 1 mit m und s.png|300px|miniatur|zentriert|1. Dichtefunktion. Eingezeichnet ist der Erwartungswert $\mu$ und die sogenannte $\sigma-$Umgebung.]]
+
| [[Datei:Dichtefkt 1 mit m und s.png|300px|miniatur|zentriert|1. Dichtefunktion. Eingezeichnet ist der Erwartungswert $\mu$ und die sogenannte $\sigma$-Umgebung.]]
−
| [[Datei:Dichtefkt2mMuS.png|300px|miniatur|zentriert|1. Dichtefunktion. Eingezeichnet ist der Erwartungswert $\mu$ und die sogenannte $\sigma-$Umgebung.]]
+
| [[Datei:Dichtefkt2mMuS.png|300px|miniatur|zentriert|1. Dichtefunktion. Eingezeichnet ist der Erwartungswert $\mu$ und die sogenannte $\sigma$-Umgebung.]]
 
|}
 
|}
−
 
+
<br>
−
Wichtig: Während beide Zufallsvariablen über denselben Erwartungswert verfügen ($\mu=2$), unterscheiden sie sich in ihrer Standardabweichung. Die Zufallsvariable mit der Dichtefunktion 1 weist eine höhere Streuung auf als jene Zufallsvariable mit Dichtefunktion 2.  
+
'''Wichtig:''' Während beide Zufallsvariablen über denselben Erwartungswert verfügen ($\mu=2$), unterscheiden sie sich in ihrer Standardabweichung. Die Zufallsvariable mit der Dichtefunktion 1 weist eine höhere Streuung auf als jene Zufallsvariable mit der Dichtefunktion 2.  
  
  
Zeile 126: Zeile 128:
  
  
−
 
+
Eine der wichtigsten stetigen Verteilungsfunktionen ist die '''Normalverteilung''' (siehe nächste Seite).
−
 
+
−
 
+
−
 
+
−
Eine der wichtigsten stetigen Verteilungsfunktionen ist die
+
  
  
Zeile 140: Zeile 138:
 
= Normalverteilung =
 
= Normalverteilung =
 
== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
−
[[Datei:Dichtefkt-mit Gleichung.png|400px|miniatur|rechts|Dichtefunktion einer $N(\mu ;\sigma )-$verteilten Zufallsvariable. ]]
+
 
−
{{Vorlage:Definition|1= Eine stetige Zufallsvariable ist '''normalverteilt mit Erwartungswert $\mu$ und Standardabweichung $\sigma$ (kurz: $N(\mu ;\sigma)$-verteilt)''', wenn für die Dichtefunktion $f$ gilt:
+
{{Vorlage:Video|1=_rVt6qTkea8}}
 +
 
 +
[[Datei:Dichtefkt-mit Gleichung.png|400px|miniatur|rechts|Dichtefunktion einer $N(\mu ;\sigma )$-verteilten Zufallsvariable. ]]
 +
{{Vorlage:Definition|1= Eine '''stetige''' Zufallsvariable ist '''normalverteilt mit Erwartungswert $\mu$ und Standardabweichung $\sigma$ (kurz: $N(\mu ;\sigma)$-verteilt)''', wenn für die Dichtefunktion $f$ gilt:
 
$$ f(x)=\frac{1}{\sqrt{2\pi}\cdot \sigma}\cdot e^{\frac{1}{2}\cdot (\frac{x-\mu}{\sigma})^2}$$}}
 
$$ f(x)=\frac{1}{\sqrt{2\pi}\cdot \sigma}\cdot e^{\frac{1}{2}\cdot (\frac{x-\mu}{\sigma})^2}$$}}
  
  
−
Die Dichtefunktion der Normalverteilung wird aufgrund ihrer Form „Gaußsche Glockenkurve“ genannt.  
+
Die Dichtefunktion der Normalverteilung wird aufgrund ihrer Form '''„Gaußsche Glockenkurve“''' genannt.  
  
  
Zeile 151: Zeile 152:
 
[[Datei:Dichtefkt-mit m und s.png|400px|miniatur|rechts]]
 
[[Datei:Dichtefkt-mit m und s.png|400px|miniatur|rechts]]
 
'''Eigenschaften des Graphen der Dichtefunktion :'''
 
'''Eigenschaften des Graphen der Dichtefunktion :'''
−
* Die Glockenkurve ist symmetrisch zum Erwartungswert $\mu$, bei dem Sie auch ihren einzigen Hochpunkt hat.  
+
* Die Glockenkurve ist symmetrisch zum Erwartungswert $\mu$, bei dem sie auch ihren einzigen Hochpunkt hat.  
−
* Die beiden Wendepunkte der Glockenkurve befinden sich bei $\mu -\sigma$ und $\mu +\sigma$
+
* Die beiden Wendepunkte der Glockenkurve befinden sich bei $\mu -\sigma$ und $\mu +\sigma$.
−
* Im Intervall $[\mu -\sigma ; \mu -\sigma]$ befinden sich ca. 68 % aller Werte.   
+
* Im Intervall $[\mu -\sigma ; \mu -\sigma]$ befinden sich ca. $68 \%$ aller Werte.   
−
* Die Glockenkurve nähert sich [[Asymptote|asymptotisch]] der x-Achse an und es gilt  
+
* Die Glockenkurve nähert sich [[Asymptote|asymptotisch]] der $x$-Achse an und es gilt  
 
$$\lim_{x\rightarrow \pm \infty} f(x) =0$$
 
$$\lim_{x\rightarrow \pm \infty} f(x) =0$$
 
* Die Dichtefunktion erfüllt alle wichtigen Eigenschaften einer Dichtefunktion:  
 
* Die Dichtefunktion erfüllt alle wichtigen Eigenschaften einer Dichtefunktion:  
−
::  $f(x)\geq 0 $  und
+
::  $f(x)\geq 0$  und
−
::  $\int_{-\infty}^{+\infty} f(x)\cdot dx=1$ (d.h. die Fläche unterhalb der Dichtefunktion ist 1).
+
::  $\int_{-\infty}^{+\infty} f(x)\cdot dx=1$ (d. h. die Fläche unterhalb der Dichtefunktion ist $1$).
  
  
−
Die Normalverteilung ist deshalb so wichtig, da es in der Natur und im Alltag sehr viele Zuvallsvariablen gibt, die eine solche Verteilung aufweisen und somit eine Dichtefunktion besitzen, deren Graph glockenförmig ist.
+
Die Normalverteilung ist deshalb so wichtig, da es in der Natur und im Alltag sehr viele Zufallsvariablen gibt, die eine solche Verteilung aufweisen und somit eine Dichtefunktion besitzen, deren Graph glockenförmig ist.
  
 
{{Vorlage:Merke|1=Die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten erfolgt über die Berechnung der Fläche unterhalb der Dichtefunktion.  
 
{{Vorlage:Merke|1=Die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten erfolgt über die Berechnung der Fläche unterhalb der Dichtefunktion.  
Zeile 167: Zeile 168:
 
$$F(x)=P(X\leq x)=\int_{-\infty}^{x} \frac{1}{\sqrt{2\pi}\cdot \sigma}\cdot e^{\frac{1}{2}\cdot (\frac{t-\mu}{\sigma})^2}\cdot dt$$
 
$$F(x)=P(X\leq x)=\int_{-\infty}^{x} \frac{1}{\sqrt{2\pi}\cdot \sigma}\cdot e^{\frac{1}{2}\cdot (\frac{t-\mu}{\sigma})^2}\cdot dt$$
  
−
Die Berechnung dieses Integrals erfolgt in der Regel mithilfe des TR/GeoGebras.}}
+
Die Berechnung dieses Integrals erfolgt in der Regel mithilfe des Taschenrechners bzw. mit GeoGebra.}}
  
 
Das folgende [http://www.geogebra.org/material/show/id/e2Ppkaj9#share-popup Applet von Lindner] zeigt dir die wichtigsten Eigenschaften der Glockenkurve:   
 
Das folgende [http://www.geogebra.org/material/show/id/e2Ppkaj9#share-popup Applet von Lindner] zeigt dir die wichtigsten Eigenschaften der Glockenkurve:   
Zeile 182: Zeile 183:
 
{{Vorlage:Merke|1=
 
{{Vorlage:Merke|1=
 
$\\ $
 
$\\ $
−
# Ändert sich der Erwartungswert $\mu$ so wandert die Glockenkurve nach links oder rechts.  
+
# Ändert sich der Erwartungswert $\mu$, so wandert die Glockenkurve nach links oder rechts.  
 
# Ändert sich die Standardabweichung $\sigma$, so ändern sich zwei Sachen:
 
# Ändert sich die Standardabweichung $\sigma$, so ändern sich zwei Sachen:
−
:: a) die Glockenkurve wird breiter.
+
:: a) die Glockenkurve wird breiter (bei zunehmender Standardabweichung) bzw. schmaler (bei abnehmender Standardabweichung).
−
:: b) die Glockenkurve wird flacher, da die Fläche unter der Kurve 1 bleiben muss.
+
:: b) die Glockenkurve wird flacher bzw. höher, da die Fläche unter der Kurve $1$ bleiben muss.
 
}}  
 
}}  
  
Zeile 191: Zeile 192:
  
  
−
Wichtige Überlegungen:
+
'''Wichtige Überlegungen:'''
  
  
−
$$P(X\leq \mu)=F(\mu)=0.5$$
+
$$P(X\leq \mu)=0.5$$
 
[[Datei:Normal1.png|400px|miniatur|zentriert|$P(X\leq \mu)=0.5$]]
 
[[Datei:Normal1.png|400px|miniatur|zentriert|$P(X\leq \mu)=0.5$]]
  
  
−
$$P(X\leq b)=F(b)$$
+
$$P(X\leq b)$$
 
[[Datei:Normal2.png|400px|miniatur|zentriert|$P(X\leq b)=F(b)$]]
 
[[Datei:Normal2.png|400px|miniatur|zentriert|$P(X\leq b)=F(b)$]]
  
  
−
$$ P(X \geq b)=1-P(X \leq b)=1-F(b)$$
+
$$ P(X \geq b)=1-P(X \leq b)$$
−
[[Datei:Normal3.png|400px|miniatur|zentriert|$P(X\geq b)=1-P(X\leq b)=1-F(b)$]]
+
[[Datei:Normal3.png|400px|miniatur|zentriert|$P(X\geq b)=1-P(X\leq b)$]]
  
  
−
$$ P(a\leq X\leq b)=F(b)-F(a)$$
+
$$ P(a\leq X\leq b)$$
−
[[Datei:Normal4.png|400px|miniatur|zentriert|$P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)=F(b)-F(a)$]]
+
[[Datei:Normal4.png|400px|miniatur|zentriert|$P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)$]]
  
  
 
<br />
 
<br />
−
Zur Wiederholung und Erheiterung ein Video vom berühmten "DorFuchs" zur Normalverteilung und seinem IQ:
+
'''Zur Wiederholung und Erheiterung ein Video vom berühmten "DorFuchs" zur Normalverteilung und seinem IQ:'''
 
{| align="center"
 
{| align="center"
 
{{Vorlage:Video| m-nEbS4QpYw }}
 
{{Vorlage:Video| m-nEbS4QpYw }}
 
|}
 
|}
 +
<br>
  
 
== $\sigma$-Umgebungen ==
 
== $\sigma$-Umgebungen ==
−
Für jede normalverteilte Zuvallsvariable $X$ gilt, dass die $\sigma-$Bereiche um den Erwartungswert $\mu$ eine konstante Fläche beinhalten.
+
Für jede normalverteilte Zufallsvariable $X$ gilt, dass die $\sigma$-Bereiche um den Erwartungswert $\mu$ eine konstante Fläche beinhalten.
 +
<br>
 +
<br>
 
{|
 
{|
−
|[[Datei:Sigma-Umgebung1.png|300px|miniatur|zentriert|$P(\mu-\sigma\leq X\leq \mu +\sigma)\approx 68.3$%]]
+
|[[Datei:Sigma-Umgebung1.png|300px|miniatur|zentriert|$P(\mu-\sigma\leq X\leq \mu +\sigma)\approx 68.3\%$]]
−
|[[Datei:Sigma2.png|300px|miniatur|zentriert|$P(\mu-2\sigma\leq X\leq \mu +2\sigma)\approx 95.4$%]]
+
|[[Datei:Sigma2.png|300px|miniatur|zentriert|$P(\mu-2\sigma\leq X\leq \mu +2\sigma)\approx 95.4\%$]]
−
|[[Datei:Sigma3.png|300px|miniatur|zentriert|$P(\mu-3\sigma\leq X\leq \mu +3\sigma)\approx 68.3$%]]
+
|[[Datei:Sigma3.png|300px|miniatur|zentriert|$P(\mu-3\sigma\leq X\leq \mu +3\sigma)\approx 99.73\%$]]
 
|}
 
|}
 
<!-- $$P(\mu -z\cdot \sigma\leq X \leq \mu +z\cdot \sigma)=\Phi (z)-\Phi(-z)=\Phi (z)-(1-\Phi (z))=2\cdot \Phi (z) - 1$$
 
<!-- $$P(\mu -z\cdot \sigma\leq X \leq \mu +z\cdot \sigma)=\Phi (z)-\Phi(-z)=\Phi (z)-(1-\Phi (z))=2\cdot \Phi (z) - 1$$
 
  Bild  
 
  Bild  
 
-->
 
-->
 +
<br>
  
 
== Binomial- und Normalverteilung ==
 
== Binomial- und Normalverteilung ==
−
Die Binomialverteilung kann durch die Normalverteilung angenähert werden. Graphisch ist dies gut erkennbar: Je symmetrischer die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung ist und umso größer der Stichprobenumfang $n$ (d.h. die Anzahl der Balken), desto ähnlicher wird die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung der Glockenkurve der Normalverteilung.  
+
Die Binomialverteilung kann durch die Normalverteilung angenähert werden. Graphisch ist dies gut erkennbar: Je symmetrischer die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung ist und umso größer der Stichprobenumfang $n$ (d. h. die Anzahl der Balken), desto ähnlicher wird die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung der Glockenkurve der Normalverteilung.  
  
−
  Bild
+
[[Datei:Approximation der Binomialverteilung.png|300px|zentriert|Approximation der Binomialverteilung]]
 +
 
 +
<br>
 +
Die Graphik zeigt das Histogramm einer binomialverteilten Zufallsvariablen mit $n=20$ und $p =0.5$. Die blauen Balken visualisieren die Wahrscheinlichkeit $P(0≤X≤8)$, die rote Kurve stellt die Normalapproximation dar. Die Fläche unter der Kurve im Intervall $(-\infty, 8]$ entspricht näherungsweise der Gesamtfläche der blauen Balken.  
 +
<br>
  
 
{{Vorlage:Merke|1=
 
{{Vorlage:Merke|1=
Zeile 238: Zeile 247:
 
}}
 
}}
  
 +
==Verteilungsfunktion einer Normalverteilung ==
 +
[[Datei:verteilungsfkt-normalv-graph.png|thumb|right|300px|Graph der Verteilungsfunktion einer normalverteilten Zufallsvariable $X$]]
 +
Wir haben oben schon gelernt, dass '''die Wahrscheinlichkeit der Fläche unter der Dichtefunktion entspricht'''. Sei $f$ die Dichtefunktion einer normalverteilten Zufallsvariable $X$. Dann gilt für die Wahrscheinlichkeit $P(X\leq x)$ (d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass die Zufallsvariable $X$ einen Wert kleiner oder gleich $x$ annimmt):$$P(X\leq x)=\int_{-\infty}^{x} f(x)\cdot dx$$
  
 +
Dieses Integral können wir nun als Funktion interpretieren, die uns für jedes $x$ die Fläche unter der Glockenkurve links von $x$ angibt. D. h.:
 +
$$G(x)=\int_{-\infty}^{x} f(x)\cdot dx$$
  
−
== Beispiele ==
+
{{Vorlage:Definition|1=
−
In einer Fabrik wird Senf in Gläser zu 250 g verpackt. Vom Hersteller der Füllmaschine wird der Senffabrik nahegelegt, den Sollwert (Mittelwert $\mu$) auf  265 g einzustellen. Dabei ergibt sich eine mittlere Abweichung $\sigma$ = 10 g.  
+
Die '''Verteilungsfunktion $G$''' mit
 +
$$G(X)=P(X\leq x)=\int_{-\infty}^{x} f(x)\cdot dx$$
 +
gibt die Wahrscheinlichkeit $P(X\leq x)$ für einen beliebigen Wert $x$ an.
 +
}}
  
 +
 +
Das folgende Applet zeigt dir die Graphen der Dichtefunktion (links) und der Verteilungsfunktion (rechts) an.
 +
<ggb_applet width="850" height="300" version="5.0" id="xR8kGEhd" />
 +
 +
{{Vorlage:Merke|1=
 +
$\\ $
 +
* Die Verteilungsfunktion ist streng monoton steigend.
 +
* Die Verteilungsfunktion konvergiert gegen den Wert $1$, da auch die Fläche unter der Glockenkurve gegen $1$ konvergiert.
 +
* Bei $\mu$ hat die Verteilungsfunktion immer den Wert $0.5$, da $P(x\leq \mu)=0.5$.
 +
}}
 +
 +
== Übungsbeispiele ==
 +
In einer Fabrik wird Senf in Gläser zu $250 g$ verpackt. Vom Hersteller der Füllmaschine wird der Senffabrik nahegelegt, den Sollwert (Mittelwert $\mu$) auf $265 g$ einzustellen. Dabei ergibt sich eine mittlere Abweichung $\sigma=10 g$.
 +
<br>
 +
<br>
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
  
−
<span style="color:#A020F0> a) '''Wahrscheinlichkeit rechts von $\mu$ berechnen:''' Wie viele Gläser enthalten mehr als 280 g Senf? </span>
+
<span style="color:#A020F0> a) '''Wahrscheinlichkeit rechts von $\mu$ berechnen:''' Wie viele Gläser enthalten mehr als $280 g$ Senf? </span>
  
 
<div class="mw-collapsible-content">  
 
<div class="mw-collapsible-content">  
  
−
Die Variable $X$ ist $N(265;10)-$verteilt und gibt die Füllmenge in Gramm (g) an.  
+
Die Variable $X$ ist $N(265;10)$-verteilt und gibt die Füllmenge in Gramm (g) an.  
 
{| border="1" align="center"
 
{| border="1" align="center"
 
! GeoGebra / Graph !! Ti-8X !! Per Hand / Tabelle
 
! GeoGebra / Graph !! Ti-8X !! Per Hand / Tabelle
Zeile 257: Zeile 289:
 
| $$P(X>280)=1-P(X\leq 280)=$$
 
| $$P(X>280)=1-P(X\leq 280)=$$
 
$$=1-normcdf(-\infty,280,265,10)=$$
 
$$=1-normcdf(-\infty,280,265,10)=$$
−
$$=0.6681$$  
+
$$=0.06681$$  
 
| $$P(X>280)=1-P(X\leq 280)=$$
 
| $$P(X>280)=1-P(X\leq 280)=$$
 
$$=\underbrace{P(X\leq 265 + 1.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu + z\cdot \sigma)}=$$
 
$$=\underbrace{P(X\leq 265 + 1.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu + z\cdot \sigma)}=$$
Zeile 263: Zeile 295:
 
$$=1-0,93319=0.06681$$
 
$$=1-0,93319=0.06681$$
 
|}
 
|}
−
Die Wahrscheinlichkeit $P(X> 280)$ beträgt 6.681%  
+
Die Wahrscheinlichkeit $P(X> 280g)$ beträgt $6.681\%$.
  
 
</div>
 
</div>
Zeile 273: Zeile 305:
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
  
−
<span style="color:#A020F0> b) '''Wahrscheinlichkeit links von $\mu$ berechnen:''' Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Glas weniger als 250 g enthält? </span>
+
<span style="color:#A020F0> b) '''Wahrscheinlichkeit links von $\mu$ berechnen:''' Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Glas weniger als $250 g$ enthält? </span>
  
 
<div class="mw-collapsible-content">  
 
<div class="mw-collapsible-content">  
Zeile 283: Zeile 315:
 
| $$P(X<250)=$$
 
| $$P(X<250)=$$
 
$$=normcdf(-\infty,250,265,10)=$$
 
$$=normcdf(-\infty,250,265,10)=$$
−
$$=0.6681$$  
+
$$=0.06681$$  
 
| $$P(X<250)=P(X<265-15)$$
 
| $$P(X<250)=P(X<265-15)$$
 
$$=\underbrace{P(X\leq 265 - 1.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu - z\cdot \sigma)}=$$
 
$$=\underbrace{P(X\leq 265 - 1.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu - z\cdot \sigma)}=$$
Zeile 289: Zeile 321:
 
$$=1-0,93319=0.06681 $$
 
$$=1-0,93319=0.06681 $$
 
|}
 
|}
−
Die Wahrscheinlichkeit $P(X<250)$ beträgt ebenfalls 6.681%. Auf dieses Ergebnis hätten wir auch einfacher kommen können, da 280 und 250 gleich weit von $\mu=$265 entfernt sind und aufgrund der Symmetrie der Normalverteilung erhalten wir dasselbe Ergebnis.  
+
Die Wahrscheinlichkeit $P(X<250g)$ beträgt ebenfalls $6.681\%$. Auf dieses Ergebnis hätten wir auch einfacher kommen können, da $280g$ und $250g$ gleich weit von $\mu=265g$ entfernt sind und aufgrund der Symmetrie der Normalverteilung erhalten wir dasselbe Ergebnis.  
  
 
</div>
 
</div>
Zeile 299: Zeile 331:
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
  
−
<span style="color:#A020F0> c) '''Wahrscheinlichkeit in einem bestimmten Bereich:''' Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Glas zwischen 250 g und 270 g enthält? </span>
+
<span style="color:#A020F0> c) '''Wahrscheinlichkeit in einem bestimmten Bereich:''' Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Glas zwischen $250 g$ und $270 g$ enthält? </span>
  
 
<div class="mw-collapsible-content">  
 
<div class="mw-collapsible-content">  
Zeile 317: Zeile 349:
 
$$ 0.69146 -0.06681=0.6247$$
 
$$ 0.69146 -0.06681=0.6247$$
 
|}
 
|}
 +
Die Wahrscheinlichkeit $P(250g\leq X\leq 270g)$ beträgt $62.47\%$.
 
</div>
 
</div>
  
Zeile 325: Zeile 358:
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
  
−
<span style="color:#A020F0> d) '''Ermitteln eines symmetrischen Intarvalls um $\mu$:''' In welchem symmetrischen Bereich um den Mittelwert liegen 80% der Gläser? </span>
+
<span style="color:#A020F0> d) '''Ermitteln eines symmetrischen Intervalls um $\mu$:''' In welchem symmetrischen Bereich um den Mittelwert liegen $80\%$ der Gläser? </span>
  
 
<div class="mw-collapsible-content">
 
<div class="mw-collapsible-content">
  
−
Hier wird jetzt die Umkehrung gebraucht. Die Wahrscheinlichkeit ist bekannt und die x-Werte sind gesucht (vorher war es immer umgekehrt).
+
Hier wird jetzt die Umkehrung gebraucht. Die Wahrscheinlichkeit ist bekannt und die $x$-Werte sind gesucht (vorher war es immer umgekehrt).
  
  
  
 
[[Datei:Bsp-d2.png|350px|miniatur|rechts]]
 
[[Datei:Bsp-d2.png|350px|miniatur|rechts]]
−
Gesucht ist $P(\mu -k \leq X\leq \mu + k)=0.8$ (siehe Graphik)
+
Gesucht ist $P(\mu -k \leq X\leq \mu + k)=0.8$ (siehe Grafik)
−
Somit müssen zwischen $\mu$ und $\mu +k$ insgesamt 40% aller Werte liegen (40% sind links und 40% sind rechts von $\mu$ ).  
+
Somit müssen zwischen $\mu$ und $\mu +k$ insgesamt $40\%$ aller Werte liegen ($40\%$ sind links und $40\%$ sind rechts von $\mu$ ).  
−
Insgesamt liegen dann $50+40=90$% links von $\mu+k$ (d.h. $P(X\leq \mu+k)=0.9$). Mit dieser Überlegung können wir nun k bestimmen:
+
Insgesamt liegen dann $50+40=90\%$ links von $\mu+k$ (d. h. $P(X\leq \mu+k)=0.9$). Mit dieser Überlegung können wir nun $k$ bestimmen:
  
 
{| border="1" align="center"
 
{| border="1" align="center"
Zeile 365: Zeile 398:
 
$$[\mu -k ; \mu + k]=[252.18;277.82]$$
 
$$[\mu -k ; \mu + k]=[252.18;277.82]$$
 
|}
 
|}
 +
Im symmetrischen Intervall $[252.18g;277.82g]$ liegen $80\%$ der Gläser.
 
</div>
 
</div>
  
Zeile 373: Zeile 407:
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
 
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed" style="width:800px">
  
−
<span style="color:#A020F0> e) '''Ermitteln von $\mu$ bei bekannter Wahrscheinlichkeit:''' Welchen Mittelwert μ könnte die Senffirma einstellen, wenn sie 10% untergewichtigen Ausschuss toleriert? </span>
+
<span style="color:#A020F0> e) '''Ermitteln von $\mu$ bei bekannter Wahrscheinlichkeit:''' Welchen Mittelwert $\mu$ könnte die Senffirma einstellen, wenn sie $10\%$ untergewichtigen Ausschuss toleriert? </span>
  
 
<div class="mw-collapsible-content">
 
<div class="mw-collapsible-content">
−
$\mu=$? und $\sigma=10$. Gesucht ist, für welches $mu$ gilt $P(X\leq 250)=0.10$.  
+
$\mu=$? und $\sigma=10$. Gesucht ist, für welches $\mu$ gilt $P(X\leq 250)=0.10$.  
 
{| border="1" align="center"
 
{| border="1" align="center"
 
! GeoGebra !! Ti-8X !! Per Hand / Tabelle
 
! GeoGebra !! Ti-8X !! Per Hand / Tabelle
 
|-
 
|-
 
| Dies berechnet man am besten mithilfe des CAS:
 
| Dies berechnet man am besten mithilfe des CAS:
−
$$Normal[μ, 10, 250]=0.1\rightarrow \mu=262.82$$
+
$$Normal[\mu, 10, 250]=0.1\rightarrow \mu=262.82$$
  
 
| Dies berechnet man am besten mithilfe des Solve-Befehls:
 
| Dies berechnet man am besten mithilfe des Solve-Befehls:
Zeile 392: Zeile 426:
 
$$ 250=\mu+(-1.29)\cdot 10 \rightarrow \mu=262.8$$
 
$$ 250=\mu+(-1.29)\cdot 10 \rightarrow \mu=262.8$$
 
|}
 
|}
 +
Der Mittelwert könnte auf $262.8g$ eingestellt werden.
 
</div>
 
</div>
  
 
</div>
 
</div>
 +
<br>
 +
 +
= Übungs- und Maturaaufgaben =
 +
 +
== Interaktive Übungen ==
 +
=== Quiz: Normalverteilung (WS 3.4) ===
 +
 +
{{#widget:Iframe
 +
|url=  https://h5p.org/h5p/embed/763948
 +
|width=  90%
 +
|height=  700
 +
|border=1
 +
}}
 +
<br>
 +
 +
 +
==Maturaaufgaben==
 +
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=http://www.mathestunde.at/pool/pdf/Waehlerverhalten-170606.pdf Wählerverhalten}}
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=165&file=Wetter.pdf Wetter}}
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=http://mathestunde.at/pool/pdf/D%C3%BCngers%C3%A4cke-200817.pdf Düngersäcke (3)}}
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=497&file=Intelligenzquotient.pdf Intelligenzquotient}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Beschreibende Statistik]] und [[Regression]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=http://www.mathestunde.at/pool/pdf/Freies_Gehen-170126.pdf Freies Gehen}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Beschreibende Statistik]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=433&file=Getraenkeprotuktion.pdf Getränkeproduktion}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Lineare Optimierung]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=424&file=Hustensaft.pdf Hustensaft}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Lineare Optimierung]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=http://www.mathestunde.at/pool/pdf/Huehnerfarm-180219.pdf Hühnerfarm}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Beschreibende Statistik]] sowie [[Lineare Optimierung]] und [[Finanzmathematik]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=316&file=Farbenfrohe_Gummibaeren.pdf Gummibären}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Beschreibende Statistik]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=625&file=Minigolf_*.pdf Minigolf}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Umkehraufgaben]] sowie [[Differenzen- und Differentialquotient]] und [[Integration]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=598&file=Klimawandel_und_Ozon.pdf Klimawandel und Ozon}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Wachstums- und Zerfallsprozesse]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=601&file=Batterien.pdf Batterien}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Binomialverteilung]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=http://www.mathestunde.at/pool/pdf/Freizeitparadies_Schoeckl-170517.pdf Freizeitparadies Schöckl}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Trigonometrie]], [[Formeln]] und [[Kurvendiskussionen]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=http://www.mathestunde.at/pool/pdf/Nennfuellmenge-150615.pdf Nennfüllmenge}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Beschreibende Statistik]] und [[Binomialverteilung]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://www.mathago.at/wp-content/uploads/2019/06/A_031.pdf Lebensdauer eines Bauteils}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Beschreibende Statistik]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=http://mathestunde.at/pool/pdf/Drehteile_1-180404.pdf Drehteile}}
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=149&file=Wirksamkeit_von_Medikamenten.pdf Wirksamkeit eines Medikamentes}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Wahrscheinlichkeit: Baumdiagramme und Pfadregeln|Baumdiagramme]] und [[Binomialverteilung]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=426&file=Elektronikhersteller.pdf Elektronikhersteller}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Regression]] und [[Kosten- und Preistheorie]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=567&file=Studentenfutter.pdf Studentenfutter}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Gleichungssysteme]] und [[Beschreibende Statistik]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=435&file=Schweinezucht_(2).pdf Schweinezucht}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Binomialverteilung]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=360&file=Halterung_fuer_Glasfassaden.pdf Halterung für Glasfassaden}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Binomialverteilung]] und [[Kosten- und Preistheorie]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=551&file=Swimmingpool.pdf Swimmingpool}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Binomialverteilung]] und [[Trigonometrie]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=http://www.mathestunde.at/pool/pdf/Materialzuschnitt_(2)-180219.pdf Materialzuschnitt (2)}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Binomialverteilung]] und [[Rentenrechnung]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe-HUM|1=https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=539&file=Kfz-Kennzeichen.pdf Kfz-Kennzeichen}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Binomialverteilung]] und [[Wachstums- und Zerfallsprozesse]] sowie [[Differenzen- und Differentialquotient]]
 +
{{Vorlage:Bifie-Aufgabe|1= https://aufgabenpool.srdp.at/bhs/download.php?qid=697&file=Hoehentraining.pdf Höhentraining}}
 +
: Welche Inhalte werden hier noch gefragt: [[Beschreibende Statistik]] bzw. [[Binomialverteilung]]
 +
 +
[[Kategorie:Wahrscheinlichkeit und Statistik]]

Aktuelle Version vom 2. Februar 2021, 18:00 Uhr

Dichtefkt.png

Nun beschäftigen wir uns mit Zufallsvariablen, die jeden Wert in einem bestimmten reellen Intervall annehmen können, z. B. alle Werte zwischen $2.5$ und $10$. Dies sind sogenannte stetige Zufallsvariablen. Beispiele für stetige Zufallsvariablen sind die Körpergröße oder das Gewicht eines Menschen, die Lebensdauer eines Bauteils, die Wartedauer in einer Schlange usw.





Dichtefunktion

Anstelle der Wahrscheinlichkeitsfunktion $P$ für diskrete Zufallsvariablen, definiert man für stetige Zufallsvariablen die Dichtefunktion $f$.


Definition
Grün rufezeichen.png
Die Dichtefunktion $f$ ist eine Funktion mit den Eigenschaften:

$$f(x)\geq 0 $$ und

  • die Fläche unterhalb der Dichtefunktion ist $1$

$$\int_{-\infty}^{+\infty} f(x)\cdot dx=1$$


Der Grund, warum man nicht die Wahrscheinlichkeitsfunktion $P$ verwendet, liegt darin, dass stetige Zufallsvariablen unendlich viele (überabzählbar viele) Werte haben und die Wahrscheinlichkeit, dass ein ganz bestimmter Wert auftritt, gleich $0$ ist (Begründung siehe unten).

1. Beispiel einer Dichtefunktion 2. Beispiel einer Dichtefunktion
Dichtefkt 1.png
Dichtefkt 2.png
$$f(x)\geq 0$$ und $$\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\cdot dx=\int_{0}^{4} \frac{1}{4}=1$$ $$f(x)\geq 0 $$ und $$\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\cdot dx=\int_{0}^{2} \frac{1}{4}x\cdot dx + \int_{2}^{4} -\frac{1}{4}x\cdot dx=\frac{1}{2}+\frac{1}{2}=1$$



Verteilungsfunktion

Mithilfe der Dichtefunktion definieren wir nun (ähnlich wie bei den diskreten Zufallsvariablen) die ...

Die Fläche kann als Wahrscheinlichkeit interpretiert werden: $$P(X\leq 2.5)=\int_{-\infty}^{2.5} f(x)\cdot dx=0.72$$
Definition
Grün rufezeichen.png
Verteilungsfunktion $F$

$$F(x)=P(X\leq x)= \int_{-\infty}^{x} f(t)\cdot dt$$ Sie gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass $X$ einen Wert $\leq x$ annimmt.


Wichtig: Die Funktionswerte der Dichtefunktion $f(x)$ geben NICHT die Wahrscheinlichkeit $P(X=x)$ an. Bei stetigen Zufallsvariablen können wir nur die Wahrscheinlichkeit dafür angeben, dass die Zufallsvariable $X$ Werte in einem bestimmten Intervall annimmt.


$$P(1\leq X\leq 2.5)=\int_{1}^{2.5} f(x)\cdot dx=0.65$$
Merke
Rotes rufezeichen.png
Die Wahrscheinlichkeit, dass die stetige Zufallsvariable $X$ einen Wert im Intervall $[a;b]$ annimmt, entspricht der Fläche unter der Dichtefunktion zwischen den Grenzen $a$ und $b$:

$$P(a\leq X\leq b)= \int_{a}^{b} f(x)\cdot dx = F(b)-F(a)$$


Hinweis:

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass $X$ einen bestimmten Wert $a$ annimmt ist $0$, da:

$$P(a\leq X\leq a)= \int_{a}^{a} f(x)\cdot dx = F(a)-F(a)=0$$

  • $P(X\leq a)=P(X<a)$
Begründung: $ P(X\leq a)=P(X<a)+P(X=a)$ und da $P(X=a)=0$ ist, folgt die Behauptung.


Verteilungsfkt gif.gif
  • $P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)$, wie aus der rechten Skizze leicht zu sehen ist.









Erwartungswert und Standardabweichung

Definition
Grün rufezeichen.png
Für stetige Zufallsvariablen sind Erwartungswert $\mu$ und Standardabweichung $\sigma$ wie folgt definiert:

$$E(x)=\mu=\int_{-\infty}^{+\infty} x\cdot f(x)\cdot dx$$ $$\sigma =\sqrt{\int_{-\infty}^{+\infty} (x-\mu)^2 f(x)\cdot dx}$$


Bsp.png

Berechnen Sie Erwartungswert und Standardabweichung der folgenden zwei Dichtefunktionen. Erklären Sie die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede bei $\mu$ und $\sigma$:

1. Dichtefunktion 2. Dichtefunktion
Dichtefkt 1.png
Dichtefkt 2.png

1. Dichtefunktion 2. Dichtefunktion
$\mu$ $$\mu=\int_{-\infty}^{\infty} x\cdot f(x)\cdot dx=\int_{0}^{4} \frac{1}{4}x=\frac{1}{4}\cdot \frac{x^2}{2}\vert _{0}^{4}=2$$

$$\mu = 2$$

$$\mu=\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\cdot dx=\int_{0}^{2} \underbrace{x \cdot \frac{1}{4}x}_{-\frac{1}{4}x^2}+\int_{2}^{4} \underbrace{x\cdot (-\frac{1}{4}x+1)}_{ -\frac{1}{4}x^2+x}=$$

$$=\frac{1}{4}\cdot\frac{x^3}{3}\vert_{0}^{2} +[-\frac{1}{4}\cdot\frac{x^3}{3}+\frac{x^2}{2}]_{2}^{4}=$$ $$=\frac{1}{4}\cdot\frac{2^3}{3}-0 +\left[-\frac{1}{4}\cdot\frac{4^3}{3}+\frac{4^2}{2}-(-\frac{1}{4}\cdot\frac{2^3}{3}+\frac{2^2}{2})\right]=$$ $$=\frac{2}{3}+\left[-\frac{16}{3}+8-(-\frac{2}{3}+2)\right]=2$$

$\sigma$ $$\sigma=\sqrt{\int_{-\infty}^{\infty} (x-\mu )^2 \cdot f(x)\cdot dx}=$$

$$=\sqrt{\int_{0}^{4} \underbrace{(x-2)^2}_{x^2-4x+4}\cdot \frac{1}{4}\cdot dx }=$$ $$=\sqrt { \frac{1}{4} \left( \frac{x^3}{3} - \frac{4x^2}{2}+4x \right) \vert_{0}^{4} }=$$ $$=\sqrt{\frac{1}{4}\cdot (\frac{4^3}{3}-\frac{4^3}{2}+16)}=\frac{2}{\sqrt{3}}\approx 1.15$$

$$\sigma=\sqrt{\int_{-\infty}^{\infty} (x-\mu )^2 \cdot f(x)\cdot dx}$$

$$=\sqrt{\int_{0}^{2}(x-2)^2\cdot \frac{1}{4}\cdot x + \int_{2}^{4}(x-2)^2\cdot (-\frac{1}{4}\cdot x+1)}=...$$ $$\sigma=\frac{\sqrt{6}}{3}\approx 0.82$$

Graph
1. Dichtefunktion. Eingezeichnet ist der Erwartungswert $\mu$ und die sogenannte $\sigma$-Umgebung.
1. Dichtefunktion. Eingezeichnet ist der Erwartungswert $\mu$ und die sogenannte $\sigma$-Umgebung.


Wichtig: Während beide Zufallsvariablen über denselben Erwartungswert verfügen ($\mu=2$), unterscheiden sie sich in ihrer Standardabweichung. Die Zufallsvariable mit der Dichtefunktion 1 weist eine höhere Streuung auf als jene Zufallsvariable mit der Dichtefunktion 2.




Eine der wichtigsten stetigen Verteilungsfunktionen ist die Normalverteilung (siehe nächste Seite).


Einleitung

Dichtefunktion einer $N(\mu ;\sigma )$-verteilten Zufallsvariable.
Definition
Grün rufezeichen.png
Eine stetige Zufallsvariable ist normalverteilt mit Erwartungswert $\mu$ und Standardabweichung $\sigma$ (kurz: $N(\mu ;\sigma)$-verteilt), wenn für die Dichtefunktion $f$ gilt:

$$ f(x)=\frac{1}{\sqrt{2\pi}\cdot \sigma}\cdot e^{\frac{1}{2}\cdot (\frac{x-\mu}{\sigma})^2}$$


Die Dichtefunktion der Normalverteilung wird aufgrund ihrer Form „Gaußsche Glockenkurve“ genannt.


Dichtefkt-mit m und s.png

Eigenschaften des Graphen der Dichtefunktion :

  • Die Glockenkurve ist symmetrisch zum Erwartungswert $\mu$, bei dem sie auch ihren einzigen Hochpunkt hat.
  • Die beiden Wendepunkte der Glockenkurve befinden sich bei $\mu -\sigma$ und $\mu +\sigma$.
  • Im Intervall $[\mu -\sigma ; \mu -\sigma]$ befinden sich ca. $68 \%$ aller Werte.
  • Die Glockenkurve nähert sich asymptotisch der $x$-Achse an und es gilt

$$\lim_{x\rightarrow \pm \infty} f(x) =0$$

  • Die Dichtefunktion erfüllt alle wichtigen Eigenschaften einer Dichtefunktion:
$f(x)\geq 0$ und
$\int_{-\infty}^{+\infty} f(x)\cdot dx=1$ (d. h. die Fläche unterhalb der Dichtefunktion ist $1$).


Die Normalverteilung ist deshalb so wichtig, da es in der Natur und im Alltag sehr viele Zufallsvariablen gibt, die eine solche Verteilung aufweisen und somit eine Dichtefunktion besitzen, deren Graph glockenförmig ist.


Merke
Rotes rufezeichen.png
Die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten erfolgt über die Berechnung der Fläche unterhalb der Dichtefunktion.

Für die Verteilungsfunktion $F$ gilt wieder: $$F(x)=P(X\leq x)=\int_{-\infty}^{x} \frac{1}{\sqrt{2\pi}\cdot \sigma}\cdot e^{\frac{1}{2}\cdot (\frac{t-\mu}{\sigma})^2}\cdot dt$$

Die Berechnung dieses Integrals erfolgt in der Regel mithilfe des Taschenrechners bzw. mit GeoGebra.


Das folgende Applet von Lindner zeigt dir die wichtigsten Eigenschaften der Glockenkurve:

Verschiebung der Normalverteilung

Falls dieses Applet nicht funktioniert: Klicke hier


Merke
Rotes rufezeichen.png
$\\ $
  1. Ändert sich der Erwartungswert $\mu$, so wandert die Glockenkurve nach links oder rechts.
  2. Ändert sich die Standardabweichung $\sigma$, so ändern sich zwei Sachen:
a) die Glockenkurve wird breiter (bei zunehmender Standardabweichung) bzw. schmaler (bei abnehmender Standardabweichung).
b) die Glockenkurve wird flacher bzw. höher, da die Fläche unter der Kurve $1$ bleiben muss.



Wichtige Überlegungen:


$$P(X\leq \mu)=0.5$$

$P(X\leq \mu)=0.5$


$$P(X\leq b)$$

$P(X\leq b)=F(b)$


$$ P(X \geq b)=1-P(X \leq b)$$

$P(X\geq b)=1-P(X\leq b)$


$$ P(a\leq X\leq b)$$

$P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)$



Zur Wiederholung und Erheiterung ein Video vom berühmten "DorFuchs" zur Normalverteilung und seinem IQ:


$\sigma$-Umgebungen

Für jede normalverteilte Zufallsvariable $X$ gilt, dass die $\sigma$-Bereiche um den Erwartungswert $\mu$ eine konstante Fläche beinhalten.

$P(\mu-\sigma\leq X\leq \mu +\sigma)\approx 68.3\%$
$P(\mu-2\sigma\leq X\leq \mu +2\sigma)\approx 95.4\%$
$P(\mu-3\sigma\leq X\leq \mu +3\sigma)\approx 99.73\%$


Binomial- und Normalverteilung

Die Binomialverteilung kann durch die Normalverteilung angenähert werden. Graphisch ist dies gut erkennbar: Je symmetrischer die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung ist und umso größer der Stichprobenumfang $n$ (d. h. die Anzahl der Balken), desto ähnlicher wird die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung der Glockenkurve der Normalverteilung.

Approximation der Binomialverteilung


Die Graphik zeigt das Histogramm einer binomialverteilten Zufallsvariablen mit $n=20$ und $p =0.5$. Die blauen Balken visualisieren die Wahrscheinlichkeit $P(0≤X≤8)$, die rote Kurve stellt die Normalapproximation dar. Die Fläche unter der Kurve im Intervall $(-\infty, 8]$ entspricht näherungsweise der Gesamtfläche der blauen Balken.


Merke
Rotes rufezeichen.png
Die Binomialverteilung darf näherungsweise durch die Normalverteilung ersetzt werden, wenn die Bedingung

$$n\cdot p\cdot (1-p)>9$$ erfüllt ist.


Verteilungsfunktion einer Normalverteilung

Graph der Verteilungsfunktion einer normalverteilten Zufallsvariable $X$

Wir haben oben schon gelernt, dass die Wahrscheinlichkeit der Fläche unter der Dichtefunktion entspricht. Sei $f$ die Dichtefunktion einer normalverteilten Zufallsvariable $X$. Dann gilt für die Wahrscheinlichkeit $P(X\leq x)$ (d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass die Zufallsvariable $X$ einen Wert kleiner oder gleich $x$ annimmt):$$P(X\leq x)=\int_{-\infty}^{x} f(x)\cdot dx$$

Dieses Integral können wir nun als Funktion interpretieren, die uns für jedes $x$ die Fläche unter der Glockenkurve links von $x$ angibt. D. h.: $$G(x)=\int_{-\infty}^{x} f(x)\cdot dx$$


Definition
Grün rufezeichen.png
Die Verteilungsfunktion $G$ mit

$$G(X)=P(X\leq x)=\int_{-\infty}^{x} f(x)\cdot dx$$ gibt die Wahrscheinlichkeit $P(X\leq x)$ für einen beliebigen Wert $x$ an.


Das folgende Applet zeigt dir die Graphen der Dichtefunktion (links) und der Verteilungsfunktion (rechts) an.


Merke
Rotes rufezeichen.png
$\\ $
  • Die Verteilungsfunktion ist streng monoton steigend.
  • Die Verteilungsfunktion konvergiert gegen den Wert $1$, da auch die Fläche unter der Glockenkurve gegen $1$ konvergiert.
  • Bei $\mu$ hat die Verteilungsfunktion immer den Wert $0.5$, da $P(x\leq \mu)=0.5$.


Übungsbeispiele

In einer Fabrik wird Senf in Gläser zu $250 g$ verpackt. Vom Hersteller der Füllmaschine wird der Senffabrik nahegelegt, den Sollwert (Mittelwert $\mu$) auf $265 g$ einzustellen. Dabei ergibt sich eine mittlere Abweichung $\sigma=10 g$.

a) Wahrscheinlichkeit rechts von $\mu$ berechnen: Wie viele Gläser enthalten mehr als $280 g$ Senf?

Die Variable $X$ ist $N(265;10)$-verteilt und gibt die Füllmenge in Gramm (g) an.

GeoGebra / Graph Ti-8X Per Hand / Tabelle
Gesucht ist $P(X> 280)$
Bsp-a.png
$$P(X>280)=1-P(X\leq 280)=$$

$$=1-normcdf(-\infty,280,265,10)=$$ $$=0.06681$$

$$P(X>280)=1-P(X\leq 280)=$$

$$=\underbrace{P(X\leq 265 + 1.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu + z\cdot \sigma)}=$$ $$=1-\Phi (1.5)=$$ $$=1-0,93319=0.06681$$

Die Wahrscheinlichkeit $P(X> 280g)$ beträgt $6.681\%$.


b) Wahrscheinlichkeit links von $\mu$ berechnen: Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Glas weniger als $250 g$ enthält?

GeoGebra / Graph Ti-8X Per Hand / Tabelle
Gesucht ist $P(X< 250)$
Bsp-b.png
$$P(X<250)=$$

$$=normcdf(-\infty,250,265,10)=$$ $$=0.06681$$

$$P(X<250)=P(X<265-15)$$

$$=\underbrace{P(X\leq 265 - 1.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu - z\cdot \sigma)}=$$ $$=\Phi (-1.5)=1-\Phi (1.5)$$ $$=1-0,93319=0.06681 $$

Die Wahrscheinlichkeit $P(X<250g)$ beträgt ebenfalls $6.681\%$. Auf dieses Ergebnis hätten wir auch einfacher kommen können, da $280g$ und $250g$ gleich weit von $\mu=265g$ entfernt sind und aufgrund der Symmetrie der Normalverteilung erhalten wir dasselbe Ergebnis.


c) Wahrscheinlichkeit in einem bestimmten Bereich: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Glas zwischen $250 g$ und $270 g$ enthält?

GeoGebra / Graph Ti-8X Per Hand / Tabelle
Gesucht ist $P(250\leq X\leq 270)$
Bsp-c.png
$$P(250\leq X\leq 270)=P(X\leq 270)-P(X\leq 250)$$

$$=normcdf(-\infty,270,265,10)-normcdf(-\infty,250,265,10)=$$ $$=0.6247$$

$$P(250\leq X\leq 270)=P(X\leq 270)-P(X\leq 250)$$

$$=\underbrace{P(X\leq 265 + 0.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu + z\cdot \sigma)}-\underbrace{P(X\leq 265 - 1.5\cdot 10)}_{P(X\leq \mu + z\cdot \sigma)}=$$ $$=\Phi (0.5)-\Phi(-1.5)=$$ $$=\Phi (0.5)-(1-\Phi(1.5))$$ $$ 0.69146 -0.06681=0.6247$$

Die Wahrscheinlichkeit $P(250g\leq X\leq 270g)$ beträgt $62.47\%$.


d) Ermitteln eines symmetrischen Intervalls um $\mu$: In welchem symmetrischen Bereich um den Mittelwert liegen $80\%$ der Gläser?

Hier wird jetzt die Umkehrung gebraucht. Die Wahrscheinlichkeit ist bekannt und die $x$-Werte sind gesucht (vorher war es immer umgekehrt).


Bsp-d2.png

Gesucht ist $P(\mu -k \leq X\leq \mu + k)=0.8$ (siehe Grafik) Somit müssen zwischen $\mu$ und $\mu +k$ insgesamt $40\%$ aller Werte liegen ($40\%$ sind links und $40\%$ sind rechts von $\mu$ ). Insgesamt liegen dann $50+40=90\%$ links von $\mu+k$ (d. h. $P(X\leq \mu+k)=0.9$). Mit dieser Überlegung können wir nun $k$ bestimmen:

GeoGebra / Graph Ti-8X Per Hand / Tabelle
$P(X\leq \mu+k)=0.9\rightarrow \mu+k=277.82\rightarrow k=12.82$

Somit ist das gesuchte Intervall: $$[\mu -k ; \mu + k]=[252.18;277.82]$$

Bsp-d.png

Alternativer CAS-Befehl: $$Normal[265, 10, 265+x]-Normal[265, 10, 265-x]=0.8$$ $$\rightarrow x=12.82$$

$$P(X\leq \mu+k)=0.9$$

$$\rightarrow \mu+k=invNorm(0.9,265,10)$$ $$\mu+k=277.82\rightarrow k=12.82$$ Somit ist das gesuchte Intervall: $$[\mu -k ; \mu + k]=[252.18;277.82]$$

$$P(\mu-z\cdot \sigma \leq X\leq \mu+z\cdot \sigma)=0.8$$

$$P(X\leq \mu+z\cdot \sigma)-P(X\leq \mu-z\cdot \sigma)=0.8$$ $$\Phi (z)-\Phi(-z)=0.8$$ $$\Phi (z)-(1-\Phi (z))=0.8$$ $$2\cdot \Phi (z)-1=0.8$$ $$\Phi (z) =\frac{1+0.8}{2}=0.9$$ $$\rightarrow z\approx 1.28$$ $\mu+z\cdot \sigma=265+1.28\dot 10=277.8$ und $\mu-z\cdot \sigma=265-1.28\dot 10=252.2$

Somit ist das gesuchte Intervall: $$[\mu -k ; \mu + k]=[252.18;277.82]$$

Im symmetrischen Intervall $[252.18g;277.82g]$ liegen $80\%$ der Gläser.


e) Ermitteln von $\mu$ bei bekannter Wahrscheinlichkeit: Welchen Mittelwert $\mu$ könnte die Senffirma einstellen, wenn sie $10\%$ untergewichtigen Ausschuss toleriert?

$\mu=$? und $\sigma=10$. Gesucht ist, für welches $\mu$ gilt $P(X\leq 250)=0.10$.

GeoGebra Ti-8X Per Hand / Tabelle
Dies berechnet man am besten mithilfe des CAS:

$$Normal[\mu, 10, 250]=0.1\rightarrow \mu=262.82$$

Dies berechnet man am besten mithilfe des Solve-Befehls:

$$normalcdf(-\infty,250,x, 10)=0.1$$ $$\rightarrow 0=normalcdf(-\infty,250,x, 10)-0.1$$ $$\rightarrow \mu=262.82$$

$$P(X\leq 250)=0.10$$

$$P(X\leq \underbrace{\mu+z\cdot 10}_{=250} )=0.10$$ $$\Phi (z)=0.1\rightarrow z\approx -1.28$$ $$ 250=\mu+(-1.29)\cdot 10 \rightarrow \mu=262.8$$

Der Mittelwert könnte auf $262.8g$ eingestellt werden.


Interaktive Übungen

Quiz: Normalverteilung (WS 3.4)



Maturaaufgaben

$Bifie$ Wählerverhalten


$Bifie$ Wetter


$Bifie$$HUM$ Düngersäcke (3)


$Bifie$$HUM$ Intelligenzquotient

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Beschreibende Statistik und Regression

$Bifie$ Freies Gehen

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Beschreibende Statistik

$Bifie$$HUM$ Getränkeproduktion

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Lineare Optimierung

$Bifie$$HUM$ Hustensaft

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Lineare Optimierung

$Bifie$$HUM$ Hühnerfarm

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Beschreibende Statistik sowie Lineare Optimierung und Finanzmathematik

$Bifie$ Gummibären

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Beschreibende Statistik

$Bifie$$HUM$ Minigolf

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Umkehraufgaben sowie Differenzen- und Differentialquotient und Integration

$Bifie$ Klimawandel und Ozon

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Wachstums- und Zerfallsprozesse

$Bifie$ Batterien

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Binomialverteilung

$Bifie$ Freizeitparadies Schöckl

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Trigonometrie, Formeln und Kurvendiskussionen

$Bifie$ Nennfüllmenge

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Beschreibende Statistik und Binomialverteilung

$Bifie$ Lebensdauer eines Bauteils

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Beschreibende Statistik

$Bifie$ Drehteile


$Bifie$ Wirksamkeit eines Medikamentes

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Baumdiagramme und Binomialverteilung

$Bifie$$HUM$ Elektronikhersteller

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Regression und Kosten- und Preistheorie

$Bifie$ Studentenfutter

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Gleichungssysteme und Beschreibende Statistik

$Bifie$$HUM$ Schweinezucht

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Binomialverteilung

$Bifie$$HUM$ Halterung für Glasfassaden

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Binomialverteilung und Kosten- und Preistheorie

$Bifie$ Swimmingpool

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Binomialverteilung und Trigonometrie

$Bifie$$HUM$ Materialzuschnitt (2)

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Binomialverteilung und Rentenrechnung

$Bifie$$HUM$ Kfz-Kennzeichen

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Binomialverteilung und Wachstums- und Zerfallsprozesse sowie Differenzen- und Differentialquotient

$Bifie$ Höhentraining

Welche Inhalte werden hier noch gefragt: Beschreibende Statistik bzw. Binomialverteilung