Wahrscheinlichkeit: Diskrete Zufallsvariablen und die Binomialverteilung: Unterschied zwischen den Versionen
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== Bernoulli-Experimente und die Binomialverteilung == | == Bernoulli-Experimente und die Binomialverteilung == | ||
=== Definition und Formel === | === Definition und Formel === | ||
| − | Im Folgenden betrachten wir ein sogenanntes | + | Im Folgenden betrachten wir ein sogenanntes |
| − | {{Vorlage:Definition|1= '''Bernoulli-Experiment''' (benannt nach dem schweizer Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_I._Bernoulli Jakob Bernoulli]) | + | {{Vorlage:Definition|1= '''Bernoulli-Experiment''' (benannt nach dem schweizer Mathematiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_I._Bernoulli Jakob Bernoulli]). |
Dies sind Experimente, bei denen es | Dies sind Experimente, bei denen es | ||
# '''genau zwei mögliche Ergebnisse''' $E$ und $\bar{E}$ (nicht $E$) gibt und | # '''genau zwei mögliche Ergebnisse''' $E$ und $\bar{E}$ (nicht $E$) gibt und | ||
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Typische Beispiele hierfür wären: | Typische Beispiele hierfür wären: | ||
| − | * Ziehen von roten und blauen Kugeln aus einer Urne '''mit Zurücklegen''' | + | * Ziehen von roten und blauen Kugeln aus einer Urne '''mit Zurücklegen''': Die Zufallsvariable $X$ zählt das Auftreten von roten Kugeln. |
| − | * Mehrmaliges Würfeln mit einem Würfel | + | * Mehrmaliges Würfeln mit einem Würfel: Die Zufallsvariable $X$ zählt das Auftreten eines $6er$. |
| − | * Multiple-Choice-Tests | + | * Multiple-Choice-Tests: Die Zufallsvariable $X$ zählt die richtigen Antworten. |
{{Vorlage:Beispiel|1= Sie stehen vor einer Urne mit $7$ roten und $13$ blauen Kugeln. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei $4$-maligem Ziehen mit Zurücklegen, $3$-mal eine rote Kugel zu erhalten? | {{Vorlage:Beispiel|1= Sie stehen vor einer Urne mit $7$ roten und $13$ blauen Kugeln. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei $4$-maligem Ziehen mit Zurücklegen, $3$-mal eine rote Kugel zu erhalten? | ||
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{{Vorlage:Definition|1= '''Binomialverteilung und Formel''' | {{Vorlage:Definition|1= '''Binomialverteilung und Formel''' | ||
| − | Es wird ein Bernoulli-Experiment ($2$ | + | Es wird ein Bernoulli-Experiment ($2$ mögliche Ausgänge: Erfolg oder Misserfolg) $n$-mal durchgeführt, wobei die Erfolgswahrscheinlichkeit $p$ konstant bleibt. |
Die Zufallsvariable $X$ zählt die Anzahl der Erfolge. | Die Zufallsvariable $X$ zählt die Anzahl der Erfolge. | ||
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Der Erwartungswert ist jener Wert, den die Zufallsvariable $X$ im Mittel annimmt. | Der Erwartungswert ist jener Wert, den die Zufallsvariable $X$ im Mittel annimmt. | ||
* Standardabweichung: $\sqrt{n\cdot p\cdot (1-p) }$ | * Standardabweichung: $\sqrt{n\cdot p\cdot (1-p) }$ | ||
| − | Die Standardabweichung ist ein Maß für die im Mittel zu erwartende Abweichung der Zufallsvariable $X$ | + | Die Standardabweichung ist ein Maß für die im Mittel zu erwartende Abweichung der Zufallsvariable $X$ vom Erwartungswert $\mu$. |
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:::: e) Bestimmen Sie den Erwartungswert und die Standardabweichung. | :::: e) Bestimmen Sie den Erwartungswert und die Standardabweichung. | ||
|2= | |2= | ||
| − | Die Zufallsvariable $X$ zähle das Vorkommen einer $6$. Da es sich um ein Bernoulli-Experiment handelt (zwei | + | Die Zufallsvariable $X$ zähle das Vorkommen einer $6$. Da es sich um ein Bernoulli-Experiment handelt (zwei mögliche Ausgänge: $6$er oder kein $6$er und die Wahrscheinlichkeit für eine $6$ bleibt konstant mit $p=\frac{1}{6}$), ist $X$ binomialverteilt mit $n=30$ und $p=\frac{1}{6}$ und es gilt: |
$$P(X=k)=\binom{30}{k}\cdot (\frac{1}{6})^k\cdot (\frac{5}{6})^{30-k}$$ | $$P(X=k)=\binom{30}{k}\cdot (\frac{1}{6})^k\cdot (\frac{5}{6})^{30-k}$$ | ||

