Kosten- und Preistheorie: Unterschied zwischen den Versionen

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(→‎Stückkostenfunktion, Betriebsoptimum und langfristige Preisuntergrenze)
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Interessant bei den durschschnittlichen Kosten ist jene Stelle, bei der die Kosten pro Stück minimal sind, dies nennt man das
 
Interessant bei den durschschnittlichen Kosten ist jene Stelle, bei der die Kosten pro Stück minimal sind, dies nennt man das
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{{Vorlage:Merke|1= '''Betriebsoptimum $x_{opt}$'''
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{{Vorlage:Merke|1= '''Betriebsoptimum $x_{opt}$''' ist jene Stelle, bei der die Stückkosten $\bar{K}(x)$ ein Minimum (Tiefpunkt) haben.  
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Ist jene Stelle, bei der die Stückkosten $\bar{K}(x)$ ein Minimum (Tiefpunkt) haben.  
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Die dazugehörigen Stückkosten $\bar{K}({x_opt})$ nennt man '''langfristige Preisuntergrenze''' (oder auch '''kostendeckender Preis''')}}
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Die dazugehörigen Stückkosten $\bar{K}(x_{opt})$ nennt man '''langfristige Preisuntergrenze''' (oder auch '''kostendeckender Preis''')}}
 
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{{Vorlage:Beispiel|1=Gegeben ist die Kostenfunktion $K$ mit
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$$K(x)=0.017x^3 - 0.38x^2 + 3.3x + 10$$
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* Berechnen Sie das Betriebsoptimum und die langfristige Preisuntergrenze
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$$K(x)=0.017x^3 - 0.38x^2 + 3.3x + 10$$
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$$\bar{K}(x)=\frac{0.017x^3 - 0.38x2 + 3.3x + 10}{x}$$
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$$\bar{K}(x)=0.017x^2 - 0.38x + 3.3 +\frac{10}{x}$$
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$$\bar{K}(x)=0.017x^2 - 0.38x + 3.3+10x^{-1}$$
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Nun berechnen wir das Minimum der Stückkostenfunktion. Entweder mit dem Minimumbefehl ([[TI-Befehle]],[[GeoGebra]]) oder (wie hier) mithilfe der Differentialrechnung (siehe [[Ableitung bestimmen]] bzw. [[Extremstellen|Kurvendiskussionen]]):
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Um das Minimum zu berechnen, ermitteln wir zuerst $\bar{K}'(x)$ und setzen dies dann 0:
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$$\bar{K}'(x)=0.034x - 0.38 -10x^{-2}$$
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$$0=0.034x - 0.38 -10x^{-2}\ \ \ \ \vert \cdot x^2$$
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$$0=0.034x^3-0.38x^2-10$$
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Diese Gleichung löst man am besten graphisch (siehe [[zero-Befehl|TI-Befehle]] bzw. [[GeoGebra]]) oder mit dem Löse-Befehl (siehe [[TI-Befehle]] bzw. [[GeoGebra]]) und erhält:
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$$x_{opt}=12.93$$
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Antwort: Das Betriebsoptimum liegt bei 12.93 Mengeneinheiten.
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Die dazugehörenden Stückkosten, die sogenannte langfristige Preisuntergrenze liegt bei:
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$$\bar{K}(x_{opt})=\bar{K}(12.93)= 2 \textrm{Euro pro Stück}$$
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=== Variable Stückkostenfunktion, Betriebsminimum und kurzfristige Preisuntergrenze ===
 
=== Variable Stückkostenfunktion, Betriebsminimum und kurzfristige Preisuntergrenze ===

Version vom 6. Januar 2015, 16:39 Uhr

Preisfunktion der Nachfrage

Definition
Grün rufezeichen.png
Die Preisfunktion der Nachfrage, auch "Nachfragefunktion" oder "Preis-Absatz-Funktion" genannt, gibt den Preis p in Anhängigkeit der produzierten Menge x an.


Merke
Rotes rufezeichen.png
$ $
  • Der Höchstpreis $p_h$ ist jener Preis, zu dem gerade kein Stück mehr verkauft werden kann. Es gilt:

$$p_h=p(0)$$

  • Die Sättigungsmenge $x_S$ ist jene menge, bei dem der Markt gesättigt ist und damit nicht mehr mehr verkauft werden kann. Hier gilt:

$$p(x_S)=0$$

  • Höchstpreis und Sättigungsmenge können mithilfe der Schnittpunkte bei den Achsen bestimmt werden.
Bild


Bsp.png

Eine Firma kann von ihrem Produkt 5 Mengeneinheiten verkaufen, wenn sie den Preis auf € 3,75 pro Stück festlegt. Senkt sie den Preis auf € 2,50 pro Stück, so kann sie 10 Mengeneinheiten des Produktes verkaufen.

  • Modellieren sie die lineare Preisfunktion.
  • Ermitteln Sie daraus den Höchstpreis und die Sättigungsmenge.


* Zuerst stellen wir die lineare Preisfunktion der Form $p(x)=k\cdot x+d$ auf, wobei $x$ die Mengeneinheiten und $p(x)$ den Preis pro Stück angibt.

1. Variante: Wir setzen die Punkte $(5\vert 3.75)$ und $(10\vert 2.50)$ die Funktionsgleichung ein und berechnen k und d, indem wir das Gleichungssystem (hierbei eignet sich z.B. das Additionsverfahren) lösen: $$p(x)=k\cdot x+d$$

1. Punkt: $I:\ \ 3.75= k\cdot 5+d$
2. Punkt: $\underline{II:2.50=k\cdot 10+d\ \ "-"}$

$$1.25=-5\dot k\ \ \ \rightarrow k=-0.25 \rightarrow d=5$$ Somit erhalten wir die Preisfunktion p mit $$p(x)=-0.25x+5$$

Graphik mit den Punkten (weiter oben einfügen

2. Variante: Da es sich um eine lineare Funktion handelt, kann k auch mithilfe dem Steigungsdreieck der Punkte $(5\vert 3.75)$ und $(10\vert 2.50)$ ermittelt werden: $$k=\frac{\Delta y}{Delta x}=\frac{Höhenunterschied}{Längenunterschied}=\frac{2.50-3.75}{10-5}=-0.25$$ Somit ist $k=-0.25$. Um das d nun noch zu berechnen, setzt man einen der beiden Punkte und k in die Funktionsgleichung ein: Punkt $(5\vert 3.75)$ und $k=-0.25$ in $p(x)=k\cdot x+d$ eingesetzt ergeben: $$3.75=-0.25\cdot 5+d\rightarrow 3.75+1.25=d \rightarrow d=5$$ Somit erhalten wir: $$p(x)=-0.25\cdot x+5$$

Graphik mit den Steigungsdreiecken
  • Nun bestimmen wir mit der Preisfunktion den Höchstpreis und die Sättigungsmenge:
Höchstpreis: $p(0)=d=5$. Der Höchstpreis beträgt 5 Euro pro Mengeneinheit.
Sättigungsmenge: $p(x)=0$

$$0=-0.25x+5$$ $$-5=-0.25x$$ $$x=20$$

Die Sättigungsmenge beträgt somit 20 Mengeneinheiten.

Graphik der Preisfunktion einfügen


Erlösfunktion

Allgemein

Definition
Grün rufezeichen.png
Der Gesamterlös E (auch Umsatz genannt) ergibt sich aus dem Produkt der verkauften Menge und dem dezugehörigen Preis:

$$E(x)=x\cdot p(x)$$


Bsp.png

Gegeben ist die Preisfunktion p mit $p(x)=-0.25x+5$

  • Stellen Sie die dazugehörige Erlösfunktion auf.
  • Bestimmen Sie die sogenannten Erlösgrenzen, dies sind die Nullstellen der Erlösfunktion.
  • Berechnen Sie den maximalen Erlös.


* Die Erlösfunktion erhalten wir mit:

$$E(x)=x\cdot p(x)$$ $$E(x)=x\cdot (-0.25x+5$$ $$E(x)=-0.25x^2+5x$$

Bild der Erlösfunktion.
  • Die Nullstellen ermitteln wir, indem wir die Erlösfunktion nullsetzen:

$$0=E(x)$$ $$0=-0.25x^2+5x$$ Durch herausheben von x, Quadkom oder den Löse-Befehl erhalten wir $x_1=0$ und $x_2=20$.

  • Nun bestimmen wir den maximalen Erlös:

1. Variante: Mithilfe der Eigenschaften einer quadratischen Funktion Die Erlösfunktion E mit $E(x)=-0.25x^2+5x$ ist eine quadratische Funktion mit 2 Nullstellen. Wie jede quadratische Funktion hat sie aufgrund ihrer Symmetrie ihren Scheitelpunkt (Extremstelle) genau zwischen den beiden Nullstellen. $$x_{max}=\frac{0+20}{2}=10$$ Das Erlösmaximum befindet sich somit bei x=10 Mengeneinheiten. Der Erlös beträgt $E(10)=25$ Geldeinheiten.

2. Variante: Mithilfe des Maximum-Befehls (siehe Ti-Taschenrechner bzw. GeoGebra. Das Ergebnis siehst du in der rechten Abbildung

Bild

3. Variante: Mithilfe der Differentialrechnung. Für ein Maximum muss gelten, dass $f'(x)=0$ und $f''(x)<0$ ist: $$E'(x)=-0.5x+5$$ $$0=-0.5x+5\ \ \ \rightarrow x=10$$ Und nun zur 2. Ableitung: $$E''(x)=-0.5$$ $$ E''(10)=-0.5<0 \ \ \ \rightarrow HP$$ Somit befindet sich bei $x=10$ ein Hochpunkt und der Erlös an dieser Stelle beträgt $E(10)=25$


Grenzerlös

Definition
Grün rufezeichen.png
Der

$$Grenzerlös\ bei\ x =E'(x)$$ gibt die (ungefähre) Steigung des Erlöses an, wenn eine weitere Mengeneinheit produziert wird.

Bild mit Tangente und Steigungsdreieck


Bsp.png

  • Bestimmen Sie den Grenzerlös der Erlösfunktion E mit $E(x)=-0.25x^2+5x$ bei einer Menge von $x=5$.
  • Interpretieren Sie das Ergebnis.


$$E'(x)=-0.5x+5$$

$$E'(5)=-0.5\cdot 5+5$$ $$E'(5)=2.5 \textrm{€ pro Mengeneinheit}$$ Produziert man statt 5 Mengeneinheiten noch eine zusätzliche 6., so steigt der Erlös (ungefähr) um 2.5 €.


Hinweis: Das "ungefähr" wird deshalb verwendet, da die Tangente die Erlösfunktion nur bei $x=5$ berührt und somit bei $x=6$ ein leicht zu großer Wert herauskommt.

Gif wo das erklärt wird

Kostenfunktion

Definition und Aufbau der Kostenfunktion

Definition
Grün rufezeichen.png
Die Gesamtkosten für die Produktion werden durch die Kostenfunktion K angegeben. Die Kostenfunktion besteht dabei aus 2 Termen:

$$K(x)=K_v (x)+F$$ $K_v (x)...$ variable Kosten, jene Kosten, die von der produzierten Menge x anghängig sind. $F...$ Fixkosten, die auch bei einer Produktion von 0 ME anfallen.


Typische Eigenschaften einer "ertragsgesetzlichen Kostenfunktion"

  • Eine Kostenfunktion heißt ertragsgesetzlich, wenn sie
    • streng monoton steigend ist (d.h. $K'(x)>0$ für alle $x$ im Definitionsbereich),
    • zuerst einen degressiven Verlauf hat (d.h. rechtsgekrümmt, $K''(x)<0$) und
    • nach der Kostenkehre (Wendepunkt der Kostenfunktion, $K''(x)=0$
    • einen progressiven Verlauf hat (d.h. linksgekrümmt, $K''(x)>0$.
Bild

Grenzkosten

Definition
Grün rufezeichen.png
Die $$Grenzkosten\ bei\ x =K'(x)$$

geben die (ungefähre) Steigung der Kosten an, wenn eine weitere Mengeneinheit produziert wird.

Bild mit Tangente und Steigungsdreieck

Stückkostenfunktion, Betriebsoptimum und langfristige Preisuntergrenze

Definition
Grün rufezeichen.png
Die Stückkosten $\bar{K}(x)$ geben die durchschnittlichen Kosten pro Stück (oder Mengeneinheit) an und brechnen sich, indem wir die Gesamtkosten durch die Stück dividieren, d.h. mit

$$\bar{K}(x)=\frac{K(x)}{x}$$ $x...$ Anzahl der prodzuierten Stück/Mengeneinheiten.

$\bar{K}(x)...$ durchschnittliche Kosten pro Stück/Mengeneinheit

$K(x)...$ Gesamtkosten


Interessant bei den durschschnittlichen Kosten ist jene Stelle, bei der die Kosten pro Stück minimal sind, dies nennt man das

Merke
Rotes rufezeichen.png
Betriebsoptimum $x_{opt}$ ist jene Stelle, bei der die Stückkosten $\bar{K}(x)$ ein Minimum (Tiefpunkt) haben.

Die dazugehörigen Stückkosten $\bar{K}(x_{opt})$ nennt man langfristige Preisuntergrenze (oder auch kostendeckender Preis)

Bild


Bsp.png

Gegeben ist die Kostenfunktion $K$ mit $$K(x)=0.017x^3 - 0.38x^2 + 3.3x + 10$$

  • Berechnen Sie das Betriebsoptimum und die langfristige Preisuntergrenze


Zuerst bestimmen wir die Stückkostenfunktion:

$$K(x)=0.017x^3 - 0.38x^2 + 3.3x + 10$$ $$\bar{K}(x)=\frac{0.017x^3 - 0.38x2 + 3.3x + 10}{x}$$ $$\bar{K}(x)=0.017x^2 - 0.38x + 3.3 +\frac{10}{x}$$ $$\bar{K}(x)=0.017x^2 - 0.38x + 3.3+10x^{-1}$$

Nun berechnen wir das Minimum der Stückkostenfunktion. Entweder mit dem Minimumbefehl (TI-Befehle,GeoGebra) oder (wie hier) mithilfe der Differentialrechnung (siehe Ableitung bestimmen bzw. Kurvendiskussionen):

Um das Minimum zu berechnen, ermitteln wir zuerst $\bar{K}'(x)$ und setzen dies dann 0: $$\bar{K}'(x)=0.034x - 0.38 -10x^{-2}$$ $$0=0.034x - 0.38 -10x^{-2}\ \ \ \ \vert \cdot x^2$$ $$0=0.034x^3-0.38x^2-10$$ Diese Gleichung löst man am besten graphisch (siehe TI-Befehle bzw. GeoGebra) oder mit dem Löse-Befehl (siehe TI-Befehle bzw. GeoGebra) und erhält: $$x_{opt}=12.93$$

Antwort: Das Betriebsoptimum liegt bei 12.93 Mengeneinheiten.

Die dazugehörenden Stückkosten, die sogenannte langfristige Preisuntergrenze liegt bei: $$\bar{K}(x_{opt})=\bar{K}(12.93)= 2 \textrm{Euro pro Stück}$$


Variable Stückkostenfunktion, Betriebsminimum und kurzfristige Preisuntergrenze

Gewinnfunktion

Allgemein

Definition Gewinnbereich, Break-even-Point, Gewinngrenzen Gewinnmaximum

Grenzgewinn

Cournot'scher Punkt

Maturaaufgaben

https://www.youtube.com/watch?v=InBC4XO5Ex8