Kosten- und Preistheorie: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Typische Eigenschaften einer "ertragsgesetzlichen Kostenfunktion" ===
 
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*Eine Kostenfunktion heißt ertragsgesetzlich, wenn sie  
 
*Eine Kostenfunktion heißt ertragsgesetzlich, wenn sie  
 
** streng monoton steigend ist (d.h. $K'(x)>0$ für alle $x$ im [[Definitionsbereich]]),  
 
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** einen progressiven Verlauf hat (d.h. linksgekrümmt, $K''(x)>0$.  
 
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=== Grenzkosten ===
 
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=== Stückkostenfunktion, Betriebsoptimum und langfristige Preisuntergrenze ===
 
=== Stückkostenfunktion, Betriebsoptimum und langfristige Preisuntergrenze ===
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{{Vorlage:Definition|1= Die Stückkosten $\bar{K}(x)$ geben die durchschnittlichen Kosten pro Stück (oder Mengeneinheit) an und brechnen sich, indem wir die Gesamtkosten durch die Stück dividieren, d.h. mit  
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$$\bar{K}(x)=\frac{K(x)}{x}$$
 
$$\bar{K}(x)=\frac{K(x)}{x}$$
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$x...$ Anzahl der prodzuierten Stück/Mengeneinheiten.
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$\bar{K}(x)...$ durchschnittliche Kosten pro Stück/Mengeneinheit  
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Die dazugehörigen Stückkosten $\bar{K}(x_{opt})$ nennt man '''langfristige Preisuntergrenze''' (oder auch '''kostendeckender Preis''')}}
 
Die dazugehörigen Stückkosten $\bar{K}(x_{opt})$ nennt man '''langfristige Preisuntergrenze''' (oder auch '''kostendeckender Preis''')}}
 
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=== Variable Stückkostenfunktion, Betriebsminimum und kurzfristige Preisuntergrenze ===
 
=== Variable Stückkostenfunktion, Betriebsminimum und kurzfristige Preisuntergrenze ===
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$$\bar{K_v}(x)=\frac{K_v(x)}{x}$$
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(Hinweis: $\bar{K_v}$ ist jener Term von $K(x)$ ohne die Fixkosten $F$).
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Auch hier interessieren wir uns für jene Stelle, an der die variablen Stückksoten minimal sind:
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{{Vorlage:Merke|1= Das '''Betriebsminimum $x_{min}$''' ist jene Stelle, bei der die variablen Stückkosten minimal sind.
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Die dazugehörenden variablen Stückkosten $\bar{K_v}(x_{min})$ werden '''kurzfristige Preisuntergrenze''' genannt. }}
  
 
== Gewinnfunktion ==
 
== Gewinnfunktion ==
 
=== Allgemein ===
 
=== Allgemein ===
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Definition
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Mithilfe des Erlöses (Umsatz) und der Kosten können wir nun den Gewinn berechnen:
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Gewinnbereich, Break-even-Point, Gewinngrenzen
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Gewinnmaximum  
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{{Vorlage:Definition|1= Sei x die Menge der prozudierten und zugleich verkauften Mengeneinheiten, dann erhält man den Gewinn G aus
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$$G(x)=E(x)-K(x)$$
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Der Gewinn ergibt sich, wenn man vom Erlös die Kosten abziert.
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Folgende Punkte sind bei der Anaylse der Gewinnfunktion relevant:
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* Der '''Break-even-Point''' ist jener Punkt, bei der der Gewinn das erste Mal nicht mehr negativ ist (=1. [[Nullstelle]] der Gewinnfunktion).
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* Der '''Gewinnberech''' (auch Gewinnzone genannt) ist jenes Intervall, bei der der Gewinn $G(x)>0$ ist.
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* Das '''Gewinnmaximum''' wird mithilfe des Hochpunktes von $G=(x_g\vert G(x_g)$ bestimmt.
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* Der '''Grenzgewinn $G'(x)$''' gibt die momentane Änderung des Gewinns an.
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Graphik
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Beispiel
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{{Vorlage:Merke|1= '''Der Cournotscher Punkt'''
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Sie $x_g$ jene Menge, bei der der Gewinn maximal ist und p(x_g) der Preis bei dieser Menge, dann bezeichnet der Punkt $(x_g \vert p(x_g)$ den '''cournotschen Punkt''' auf dem Graphen der Preisfunktion }}
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  Bild der Gewinnfunktion
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=== Grenzgewinn ===
 
=== Grenzgewinn ===
  
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== Maturaaufgaben ==
 
== Maturaaufgaben ==
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https://www.youtube.com/watch?v=InBC4XO5Ex8
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{{Vorlage:Video|1=InBC4XO5Ex8}}

Version vom 17. Januar 2015, 14:39 Uhr

Preisfunktion der Nachfrage

Definition
Grün rufezeichen.png
Die Preisfunktion der Nachfrage, auch "Nachfragefunktion" oder "Preis-Absatz-Funktion" genannt, gibt den Preis p in Anhängigkeit der produzierten Menge x an.


Merke
Rotes rufezeichen.png
$ $
  • Der Höchstpreis $p_h$ ist jener Preis, zu dem gerade kein Stück mehr verkauft werden kann. Es gilt:

$$p_h=p(0)$$

  • Die Sättigungsmenge $x_S$ ist jene menge, bei dem der Markt gesättigt ist und damit nicht mehr mehr verkauft werden kann. Hier gilt:

$$p(x_S)=0$$

  • Höchstpreis und Sättigungsmenge können mithilfe der Schnittpunkte bei den Achsen bestimmt werden.
Bild


Bsp.png

Eine Firma kann von ihrem Produkt 5 Mengeneinheiten verkaufen, wenn sie den Preis auf € 3,75 pro Stück festlegt. Senkt sie den Preis auf € 2,50 pro Stück, so kann sie 10 Mengeneinheiten des Produktes verkaufen.

  • Modellieren sie die lineare Preisfunktion.
  • Ermitteln Sie daraus den Höchstpreis und die Sättigungsmenge.


* Zuerst stellen wir die lineare Preisfunktion der Form $p(x)=k\cdot x+d$ auf, wobei $x$ die Mengeneinheiten und $p(x)$ den Preis pro Stück angibt.

1. Variante: Wir setzen die Punkte $(5\vert 3.75)$ und $(10\vert 2.50)$ die Funktionsgleichung ein und berechnen k und d, indem wir das Gleichungssystem (hierbei eignet sich z.B. das Additionsverfahren) lösen: $$p(x)=k\cdot x+d$$

1. Punkt: $I:\ \ 3.75= k\cdot 5+d$
2. Punkt: $\underline{II:2.50=k\cdot 10+d\ \ "-"}$

$$1.25=-5\dot k\ \ \ \rightarrow k=-0.25 \rightarrow d=5$$ Somit erhalten wir die Preisfunktion p mit $$p(x)=-0.25x+5$$

Graphik mit den Punkten (weiter oben einfügen

2. Variante: Da es sich um eine lineare Funktion handelt, kann k auch mithilfe dem Steigungsdreieck der Punkte $(5\vert 3.75)$ und $(10\vert 2.50)$ ermittelt werden: $$k=\frac{\Delta y}{Delta x}=\frac{Höhenunterschied}{Längenunterschied}=\frac{2.50-3.75}{10-5}=-0.25$$ Somit ist $k=-0.25$. Um das d nun noch zu berechnen, setzt man einen der beiden Punkte und k in die Funktionsgleichung ein: Punkt $(5\vert 3.75)$ und $k=-0.25$ in $p(x)=k\cdot x+d$ eingesetzt ergeben: $$3.75=-0.25\cdot 5+d\rightarrow 3.75+1.25=d \rightarrow d=5$$ Somit erhalten wir: $$p(x)=-0.25\cdot x+5$$

Graphik mit den Steigungsdreiecken
  • Nun bestimmen wir mit der Preisfunktion den Höchstpreis und die Sättigungsmenge:
Höchstpreis: $p(0)=d=5$. Der Höchstpreis beträgt 5 Euro pro Mengeneinheit.
Sättigungsmenge: $p(x)=0$

$$0=-0.25x+5$$ $$-5=-0.25x$$ $$x=20$$

Die Sättigungsmenge beträgt somit 20 Mengeneinheiten.
Graphik der Preisfunktion mit HP und SM einfügen


Erlösfunktion

Allgemein

Definition
Grün rufezeichen.png
Der Gesamterlös E (auch Umsatz genannt) ergibt sich aus dem Produkt der verkauften Menge und dem dezugehörigen Preis:

$$E(x)=x\cdot p(x)$$


Bsp.png

Gegeben ist die Preisfunktion p mit $p(x)=-0.25x+5$

  • Stellen Sie die dazugehörige Erlösfunktion auf.
  • Bestimmen Sie die sogenannten Erlösgrenzen, dies sind die Nullstellen der Erlösfunktion.
  • Berechnen Sie den maximalen Erlös.


* Die Erlösfunktion erhalten wir mit:

$$E(x)=x\cdot p(x)$$ $$E(x)=x\cdot (-0.25x+5$$ $$E(x)=-0.25x^2+5x$$

Bild der Erlösfunktion.
  • Die Nullstellen ermitteln wir, indem wir die Erlösfunktion nullsetzen:

$$0=E(x)$$ $$0=-0.25x^2+5x$$ Durch herausheben von x, Quadkom oder den Löse-Befehl erhalten wir $x_1=0$ und $x_2=20$.

  • Nun bestimmen wir den maximalen Erlös:

1. Variante: Mithilfe der Eigenschaften einer quadratischen Funktion Die Erlösfunktion E mit $E(x)=-0.25x^2+5x$ ist eine quadratische Funktion mit 2 Nullstellen. Wie jede quadratische Funktion hat sie aufgrund ihrer Symmetrie ihren Scheitelpunkt (Extremstelle) genau zwischen den beiden Nullstellen. $$x_{max}=\frac{0+20}{2}=10$$ Das Erlösmaximum befindet sich somit bei x=10 Mengeneinheiten. Der Erlös beträgt $E(10)=25$ Geldeinheiten.

2. Variante: Mithilfe des Maximum-Befehls (siehe Ti-Taschenrechner bzw. GeoGebra. Das Ergebnis siehst du in der rechten Abbildung

Bild

3. Variante: Mithilfe der Differentialrechnung. Für ein Maximum muss gelten, dass $f'(x)=0$ und $f''(x)<0$ ist: $$E'(x)=-0.5x+5$$ $$0=-0.5x+5\ \ \ \rightarrow x=10$$ Und nun zur 2. Ableitung: $$E''(x)=-0.5$$ $$ E''(10)=-0.5<0 \ \ \ \rightarrow HP$$ Somit befindet sich bei $x=10$ ein Hochpunkt und der Erlös an dieser Stelle beträgt $E(10)=25$


Grenzerlös

Definition
Grün rufezeichen.png
Der

$$Grenzerlös\ bei\ x =E'(x)$$ gibt die (ungefähre) Steigung des Erlöses an, wenn eine weitere Mengeneinheit produziert wird.

Bild mit Tangente und Steigungsdreieck


Bsp.png

  • Bestimmen Sie den Grenzerlös der Erlösfunktion E mit $E(x)=-0.25x^2+5x$ bei einer Menge von $x=5$.
  • Interpretieren Sie das Ergebnis.


$$E'(x)=-0.5x+5$$

$$E'(5)=-0.5\cdot 5+5$$ $$E'(5)=2.5 \textrm{€ pro Mengeneinheit}$$ Produziert man statt 5 Mengeneinheiten noch eine zusätzliche 6., so steigt der Erlös (ungefähr) um 2.5 €.


Hinweis: Das "ungefähr" wird deshalb verwendet, da die Tangente die Erlösfunktion nur bei $x=5$ berührt und somit bei $x=6$ ein leicht zu großer Wert herauskommt.

Gif wo das erklärt wird

Kostenfunktion

Definition und Aufbau der Kostenfunktion

Definition
Grün rufezeichen.png
Die Gesamtkosten für die Produktion werden durch die Kostenfunktion K angegeben. Die Kostenfunktion besteht dabei aus 2 Termen:

$$K(x)=K_v (x)+F$$ $K_v (x)...$ variable Kosten, jene Kosten, die von der produzierten Menge x anghängig sind.

$F...$ Fixkosten, die auch bei einer Produktion von 0 ME anfallen.


Typische Eigenschaften einer "ertragsgesetzlichen Kostenfunktion"

  • Eine Kostenfunktion heißt ertragsgesetzlich, wenn sie
    • streng monoton steigend ist (d.h. $K'(x)>0$ für alle $x$ im Definitionsbereich),
    • zuerst einen degressiven Verlauf hat (d.h. rechtsgekrümmt, $K''(x)<0$) und
    • nach der Kostenkehre (Wendepunkt der Kostenfunktion, $K''(x)=0$
    • einen progressiven Verlauf hat (d.h. linksgekrümmt, $K''(x)>0$.
Bild
Bsp mit Kostenfkt, variable Kosten, fkten-Wert ...

Grenzkosten

Definition
Grün rufezeichen.png
Die $$Grenzkosten\ bei\ x =K'(x)$$

geben die (ungefähre) Steigung der Kosten an, wenn eine weitere Mengeneinheit produziert wird.

Bild mit Tangente und Steigungsdreieck

Stückkostenfunktion, Betriebsoptimum und langfristige Preisuntergrenze

Definition
Grün rufezeichen.png
Die Stückkosten $\bar{K}(x)$ geben die durchschnittlichen Kosten pro Stück (oder Mengeneinheit) an und berchnen sich, indem die Gesamtkosten durch die Stück dividiert werden, d.h. mit

$$\bar{K}(x)=\frac{K(x)}{x}$$ $x...$ Anzahl der produzierten Stück (oder Mengeneinheiten).

$\bar{K}(x)...$ durchschnittliche Kosten pro Stück/Mengeneinheit

$K(x)...$ Gesamtkosten


Interessant bei den durschschnittlichen Kosten ist jene Stelle, bei der die Kosten pro Stück minimal sind, dies nennt man das

Merke
Rotes rufezeichen.png
Betriebsoptimum $x_{opt}$ ist jene Stelle, bei der die Stückkosten $\bar{K}(x)$ ein Minimum (Tiefpunkt) haben.

Die dazugehörigen Stückkosten $\bar{K}(x_{opt})$ nennt man langfristige Preisuntergrenze (oder auch kostendeckender Preis)

Bild



Bsp.png

Gegeben ist die Kostenfunktion $K$ mit $$K(x)=0.017x^3 - 0.38x^2 + 3.3x + 10$$

  • Berechnen Sie das Betriebsoptimum und die langfristige Preisuntergrenze


Zuerst bestimmen wir die Stückkostenfunktion:

$$K(x)=0.017x^3 - 0.38x^2 + 3.3x + 10$$ $$\bar{K}(x)=\frac{0.017x^3 - 0.38x2 + 3.3x + 10}{x}$$ $$\bar{K}(x)=0.017x^2 - 0.38x + 3.3 +\frac{10}{x}$$ $$\bar{K}(x)=0.017x^2 - 0.38x + 3.3+10x^{-1}$$

Nun berechnen wir das Minimum der Stückkostenfunktion. Entweder mit dem Minimumbefehl (TI-Befehle,GeoGebra) oder (wie hier) mithilfe der Differentialrechnung (siehe Ableitung bestimmen bzw. Kurvendiskussionen):

Um das Minimum zu berechnen, ermitteln wir zuerst $\bar{K}'(x)$ und setzen dies dann 0: $$\bar{K}'(x)=0.034x - 0.38 -10x^{-2}$$ $$0=0.034x - 0.38 -10x^{-2}\ \ \ \ \vert \cdot x^2$$ $$0=0.034x^3-0.38x^2-10$$ Diese Gleichung löst man am besten graphisch (siehe TI-Befehle bzw. GeoGebra) oder mit dem Löse-Befehl (siehe TI-Befehle bzw. GeoGebra) und erhält: $$x_{opt}=12.93$$

Antwort: Das Betriebsoptimum liegt bei 12.93 Mengeneinheiten.

Die dazugehörenden Stückkosten, die sogenannte langfristige Preisuntergrenze liegt bei: $$\bar{K}(x_{opt})=\bar{K}(12.93)= 2 \textrm{Euro pro Stück}$$


Variable Stückkostenfunktion, Betriebsminimum und kurzfristige Preisuntergrenze

Definition
Grün rufezeichen.png
Die variablen Stückkosten $\bar{K_v}(x)$ geben die durchschnittlichen variablen Kosten pro Stück an.

$$\bar{K_v}(x)=\frac{K_v(x)}{x}$$

(Hinweis: $\bar{K_v}$ ist jener Term von $K(x)$ ohne die Fixkosten $F$).


Auch hier interessieren wir uns für jene Stelle, an der die variablen Stückksoten minimal sind:


Merke
Rotes rufezeichen.png
Das Betriebsminimum $x_{min}$ ist jene Stelle, bei der die variablen Stückkosten minimal sind.

Die dazugehörenden variablen Stückkosten $\bar{K_v}(x_{min})$ werden kurzfristige Preisuntergrenze genannt.


Gewinnfunktion

Allgemein

Mithilfe des Erlöses (Umsatz) und der Kosten können wir nun den Gewinn berechnen:


Definition
Grün rufezeichen.png
Sei x die Menge der prozudierten und zugleich verkauften Mengeneinheiten, dann erhält man den Gewinn G aus

$$G(x)=E(x)-K(x)$$ Der Gewinn ergibt sich, wenn man vom Erlös die Kosten abziert.


Folgende Punkte sind bei der Anaylse der Gewinnfunktion relevant:

Merke
Rotes rufezeichen.png
$ $
  • Der Break-even-Point ist jener Punkt, bei der der Gewinn das erste Mal nicht mehr negativ ist (=1. Nullstelle der Gewinnfunktion).
  • Der Gewinnberech (auch Gewinnzone genannt) ist jenes Intervall, bei der der Gewinn $G(x)>0$ ist.
  • Das Gewinnmaximum wird mithilfe des Hochpunktes von $G=(x_g\vert G(x_g)$ bestimmt.
  • Der Grenzgewinn $G'(x)$ gibt die momentane Änderung des Gewinns an.


Graphik
Beispiel


Merke
Rotes rufezeichen.png
Der Cournotscher Punkt

Sie $x_g$ jene Menge, bei der der Gewinn maximal ist und p(x_g) der Preis bei dieser Menge, dann bezeichnet der Punkt $(x_g \vert p(x_g)$ den cournotschen Punkt auf dem Graphen der Preisfunktion

 Bild der Gewinnfunktion

Grenzgewinn

Cournot'scher Punkt

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