Konfidenzintervall
Einleitendes Video
EinleitungIn der beurteilenden Statistik werden Beziehungen zwischen einer Grundgesamtheit und dazugehörigen Stichproben untersucht. Vielfach steht für praktische Anwendungen die Grundgesamtheit nicht oder nicht mehr zur Verfügung. Deshalb werden geeignete Stichproben genutzt, um Rückschlüsse auf die betreffende Grundgesamtheit treffen zu können.
ProblemstellungenIm Folgenden unterscheiden wir zwei Fragestellungen:
1) Von der Gesamtheit auf die Stichprobe - Schätzbereich:Die zugrundeliegende Erfolgswahrscheinlichkeit der Gesamtheit $p$ und der Stichprobenumfang $n$ sind bekannt. Es sei $H$ die absolute Häufigkeit der Partei-A-Wähler in der Stichprobe. Es soll ein $\gamma$-Schätzbereich ermittelt werden.
Zur Ermittlung der gesuchten Intervallgrenzen $x_{min}$ und $x_{max}$ verwenden wir nun zwei Eigenschaften des Graphen der Dichtefunktion:
Auf das Beispiel angewendet erhält man somit Eine weitere Möglichkeit zur Ermittlung des gesuchten $90\%$-Schätzbereichs bietet GeoGebra im CAS-Modus mit dem Befehl $\textit{GaußAnteilSchätzer( <Stichprobenanteil>, <Stichprobengröße>, <Signifikanzniveau> )}:
2) Von der Stichprobe auf die Gesamtheit - Konfidenzintervall:Die zugrundeliegende Erfolgswahrscheinlichkeit der Gesamtheit ist nicht bekannt. Sie muss aus der relativen Häufigkeit der Stichprobe geschätzt werden.
Analog zum $\gamma$-Schätzbereich ist die Näherungsformel zur Bestimmung des $\gamma$-Konfidenzintervalls für den relativen Anteil $p$ in der Grundgesamtheit ausreichend. Es gilt: mit $\quad 2 \Phi(z)-1\approx \gamma \qquad$ (siehe Formelsammlung)
Auf das Beispiel angewendet erhält man somit mit $n=100; h=\frac{44}{100}=0.44$ und $z=1.645$ für $p\approx \left[0.44-1.645\cdot\sqrt{\left(\frac{0.44\cdot (1-0.44)}{100}\right)}; 0.44-1.645\cdot\sqrt{\left(\frac{0.44\cdot (1-0.44)}{100}\right)}\right]$
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