Äquivalenzprinzip (Vergleich von Einzahlungen): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ''' Antwort''': Auf den ersten Blick wirken beide Angebote gleich gut, da beide insgesamt € 400'000 überweisen. Allerdings kommen nicht alle Einzahlungen zum selben Zeitpunkt, weswegen sie auch anders verzinst werden. | + | |
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| + | <div class="mw-collapsible-content"> ''' Antwort''': Auf den ersten Blick wirken beide Angebote gleich gut, da beide insgesamt € 400'000 überweisen. Allerdings kommen nicht alle Einzahlungen zum selben Zeitpunkt, weswegen sie auch anders verzinst werden. | ||
[[Datei:Aequivalenzp1.png|thumb|center|320px|In der Abbildung sind die Zahlungen an einem Zahlenstrahl angeordet]] | [[Datei:Aequivalenzp1.png|thumb|center|320px|In der Abbildung sind die Zahlungen an einem Zahlenstrahl angeordet]] | ||
Laut dem Äquivalenzprinzip müssen wir die Einzahlungen zuerst auf denselben Stichtag auf- oder abzinsen, um sie zu vergleichen. Hier gibt es zwei sinnvolle Möglichkeiten: | Laut dem Äquivalenzprinzip müssen wir die Einzahlungen zuerst auf denselben Stichtag auf- oder abzinsen, um sie zu vergleichen. Hier gibt es zwei sinnvolle Möglichkeiten: | ||
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Wir zinsen alle Einzahlungen zum Beginn ab (d.h. dividieren mit dem Abzinsungsfaktor): | Wir zinsen alle Einzahlungen zum Beginn ab (d.h. dividieren mit dem Abzinsungsfaktor): | ||
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* Angebot A: $B_A=200000+\frac{200000}{r^3}=377'799,27$ | * Angebot A: $B_A=200000+\frac{200000}{r^3}=377'799,27$ | ||
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'''Antwort''' Somit ist das Angebot A besser für Elizabeth (da es höher ist). | '''Antwort''' Somit ist das Angebot A besser für Elizabeth (da es höher ist). | ||
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| − | In beiden Fällen (sowohl beim Barwert, als auch beim Endwert) ist das Angebot A besser! | + | |In beiden Fällen (sowohl beim Barwert, als auch beim Endwert) ist das Angebot A besser! |
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| Beim Äquivalenzprinzip ist es egal, ob du den Barwert, oder den Endwert berechnest oder gar auf einen anderen Stichtag verzinst. Das bessere Angebot wird jedesmal besser sein, zu jedem Zeitpunkt! | | Beim Äquivalenzprinzip ist es egal, ob du den Barwert, oder den Endwert berechnest oder gar auf einen anderen Stichtag verzinst. Das bessere Angebot wird jedesmal besser sein, zu jedem Zeitpunkt! | ||
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Version vom 10. Februar 2014, 18:47 Uhr
| Definition | Das Äqivalenzprinzip der Mathematik besagt:
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Musterbeispiel
Für ein Grundstück erhält Elizabeth Reichgut zwei Angebote für ein zum Verkauf stehendes Grundstück:
- Andreas Ohneland (A) bezahlt € 200'000 sofort und € 200'000 nach 3 Jahren.
- Bernhard Grundlos (B) bezahlt € 195'000 nach einem Jahr und € 205'000 nach zwei Jahren.
Frage: Für weches Angebot soll sie sich entscheiden, wenn von einem Zinssatz von $i_{eff}=4$% p.a. ausgangen werden kann?
Laut dem Äquivalenzprinzip müssen wir die Einzahlungen zuerst auf denselben Stichtag auf- oder abzinsen, um sie zu vergleichen. Hier gibt es zwei sinnvolle Möglichkeiten:
- Abzinsen auf den Beginn (Berechnung des Barwertes $B$)
- Aufzinsen auf das 3. Jahr (Berechnung des Endwertes $E$)
Der Aufzinungsfaktor r beträgt $r=1.04$ (da $i_eff=4$ und $r=1+\frac{i_{eff}}{100}$ )
Zur Verdeutlichung wird an diesem Beispiel sowohl der Barwert, als auch der Endwert berechnet. Selbstverständlich würde es reichen, wenn nur eines von beiden berechnet wird:
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| In beiden Fällen (sowohl beim Barwert, als auch beim Endwert) ist das Angebot A besser!
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