Wahrscheinlichkeit: Normalverteilung und Stetige Zufallsvariablen: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | = Grundbegriffe für stetige Zufallsvariablen = | |
<span style="background-color:yellow"> Achtung: Das Kapitel "1. Grundbegriffe für stetige Zufallsvariablen" ist nicht Matura-Stoff, erleichtert jedoch das Verständnis für Kapitel "2. Die Normalverteilung"</span> | <span style="background-color:yellow"> Achtung: Das Kapitel "1. Grundbegriffe für stetige Zufallsvariablen" ist nicht Matura-Stoff, erleichtert jedoch das Verständnis für Kapitel "2. Die Normalverteilung"</span> | ||
| − | + | == Dichtefunktion == | |
Anstelle der Wahrscheinlichkeitsfunktion P für [[Wahrscheinlichkeit: Binomialverteilung und diskrete Zufallsvariablen| diskrete Zufallsvariablen]], definiert man für stetige Zufallsvariablen die Dichtefunktion f. | Anstelle der Wahrscheinlichkeitsfunktion P für [[Wahrscheinlichkeit: Binomialverteilung und diskrete Zufallsvariablen| diskrete Zufallsvariablen]], definiert man für stetige Zufallsvariablen die Dichtefunktion f. | ||
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| − | + | == Verteilungsfunktion == | |
Mithilfe der Dichtefunktion definieren wir nun (ähnlich wie bei den [[Wahrscheinlichkeit:Binomialverteilung und diskrete Zufallsvariablen|diskreten Zufallsvariablen]]) die ... | Mithilfe der Dichtefunktion definieren wir nun (ähnlich wie bei den [[Wahrscheinlichkeit:Binomialverteilung und diskrete Zufallsvariablen|diskreten Zufallsvariablen]]) die ... | ||
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| − | + | == Erwartungswert und Standardabweichung == | |
{{Vorlage:Definition|1= Für stetige ZV sind '''Erwartungswert''' $\mu$ und '''Standardabweichung''' $\sigma$ wie folgt definiert: | {{Vorlage:Definition|1= Für stetige ZV sind '''Erwartungswert''' $\mu$ und '''Standardabweichung''' $\sigma$ wie folgt definiert: | ||
$$E(x)=\mu=\int_{-\infty}^{+\infty} x\cdot f(x)\cdot dx$$ | $$E(x)=\mu=\int_{-\infty}^{+\infty} x\cdot f(x)\cdot dx$$ | ||
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Eine der wichtigsten stetigen Verteilungsfunktionen ist die | Eine der wichtigsten stetigen Verteilungsfunktionen ist die | ||
| − | + | = Normalverteilung = | |
| − | + | == Einleitung == | |
[[Datei:Dichtefkt-mit Gleichung.png|400px|miniatur|rechts|Dichtefunktion einer $N(\mu ;\sigma )-$verteilten Zufallsvariable. ]] | [[Datei:Dichtefkt-mit Gleichung.png|400px|miniatur|rechts|Dichtefunktion einer $N(\mu ;\sigma )-$verteilten Zufallsvariable. ]] | ||
{{Vorlage:Definition|1= Eine stetige Zufallsvariable ist '''normalverteilt mit Erwartungswert $\mu$ und Standardabweichung $\sigma$ (kurz: $N(\mu ;\sigma)$-verteilt)''', wenn für die Dichtefunktion $f$ gilt: | {{Vorlage:Definition|1= Eine stetige Zufallsvariable ist '''normalverteilt mit Erwartungswert $\mu$ und Standardabweichung $\sigma$ (kurz: $N(\mu ;\sigma)$-verteilt)''', wenn für die Dichtefunktion $f$ gilt: | ||
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[[Datei:Normal4.png|400px|miniatur|zentriert|$P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)=F(b)-F(a)$]] | [[Datei:Normal4.png|400px|miniatur|zentriert|$P(a\leq X\leq b)=P(X\leq b)-P(X\leq a)=F(b)-F(a)$]] | ||
| − | + | == $\sigma$-Umgebungen == | |
Für jede normalverteilte Zuvallsvariable $X$ gilt, dass die $\sigma-$Bereiche um den Erwartungswert $\mu$ eine konstante Fläche beinhalten. | Für jede normalverteilte Zuvallsvariable $X$ gilt, dass die $\sigma-$Bereiche um den Erwartungswert $\mu$ eine konstante Fläche beinhalten. | ||
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| − | + | == Binomial- und Normalverteilung == | |
Die Binomialverteilung kann durch die Normalverteilung angenähert werden. Graphisch ist dies gut erkennbar: Je symmetrischer die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung ist und umso größer der Stichprobenumfang $n$ (d.h. die Anzahl der Balken), desto ähnlicher wird die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung der Glockenkurve der Normalverteilung. | Die Binomialverteilung kann durch die Normalverteilung angenähert werden. Graphisch ist dies gut erkennbar: Je symmetrischer die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung ist und umso größer der Stichprobenumfang $n$ (d.h. die Anzahl der Balken), desto ähnlicher wird die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung der Glockenkurve der Normalverteilung. | ||
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| − | + | == Beispiele == | |
In einer Fabrik wird Senf in Gläser zu 250 g verpackt. Vom Hersteller der Füllmaschine wird der Senffabrik nahegelegt, den Sollwert (Mittelwert $\mu$) auf 265 g einzustellen. Dabei ergibt sich eine mittlere Abweichung $\sigma$ = 10 g. | In einer Fabrik wird Senf in Gläser zu 250 g verpackt. Vom Hersteller der Füllmaschine wird der Senffabrik nahegelegt, den Sollwert (Mittelwert $\mu$) auf 265 g einzustellen. Dabei ergibt sich eine mittlere Abweichung $\sigma$ = 10 g. | ||
Version vom 28. August 2015, 15:41 Uhr
Nun beschäftigen wir uns mit Zufallsvariablen, die jeden Wert in einem bestimmten reellen Intervall annehmen können, z.B. alle Werte zwischen 2.5 und 10. Dies sind sogenannte stetige Zufallsvariablen. Sie werden verwendet, um zum Beispiel Körpergrößen, Gewicht, Lebensdauer oder Wartedauer in einer Schlange zu beschreiben.

